Politik: Schlaue Autos und Warntechnik kämpfen gegen den Stau

11.06.2013 09:39 Uhr
Die Infos über die Stau-Abschnitte sollen detaillierter und zwischen den Ländern ausgetauscht werden.

Autofahrer sollen künftig über Landesgrenzen hinweg besser und schneller über Staus und Baustellen informiert werden. Gelingen soll dies mit einem automatischen Warnsystem, bei dem Deutschland, Österreich und die Niederlande zusammenarbeiten wollen. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichnete Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Montag gemeinsam mit seinen Amtskolleginnen aus den beiden Ländern. Die drei Politiker nahmen am Treffen der EU-Verkehrsminister in Luxemburg teil.

Ab 2015 sollen Autos und fahrbare Warntafeln, wie sie am Baustellenbeginn stehen, mit speziellen Sendern ausgerüstet werden. Diese senden zum Beispiel Positions- und Geschwindigkeitsdaten entweder direkt an andere Autos oder an ein Leitsystem, das die Daten bündelt. So können Autofahrer sich in Echtzeit einen Überblick über die Verkehrslage verschaffen. "Die Autobahnen werden dadurch noch sicherer", sagte Verkehrsminister Ramsauer. Autofahrer könnten mit dem System auch Zeit sparen, indem sie Staus einfach auswichen.

Die Baustellen-Warnschilder werden zunächst auf Autobahnen zwischen Rotterdam, Frankfurt und Wien mit Sendern ausgestattet. In Deutschland sollen sie ab 2015 auf den Autobahnen A3, A6 und A8 in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern über WLAN Warnungen an Autofahrer senden. Aus dem Verkehrsministerium hieß es, unter anderem Mercedes und Audi hätten bereits angekündigt, ihre Oberklasse-Modelle künftig mit der nötigen Empfangstechnik auszurüsten. (dpa)

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