Studie: Neue Strukturen im Flottenservice

12.08.2009 09:08 Uhr
Im Flottenmarkt reicht eine "ordentliche Werkstattleistung" nicht mehr aus.

Sinkende Restwerte und Kosteneinsparungen seitens der Fuhrparkmanager haben den Servicemarkt für Geschäftskunden in Bewegung gebracht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Arthur D. Little. Die international tätige Unternehmensberatung hat dafür zwischen März und Juni dieses Jahres 80 Führungskräfte in der Industrie befragt. Neben den Autobauern, sprich OEM, seien markengebundene Servicepartner, unabhängige Werkstattketten, Leasinggesellschaften sowie Versicherungen und andere Intermediäre von dem Strukturwandel erheblich betroffen. Alle Marktteilnehmer zeigten eine erhebliche Unsicherheit auf, was die Mehrheit der Befragten zur Überarbeitung ihrer Strategien veranlasse, hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Wie die Autoren der Studie herausgefunden haben, geht der Trend im Flottenservice zunehmend weg vom Anbietermarkt und wird nachhaltig bestimmt von den Wünschen der Geschäftskunden. Treibende Kraft: die Leasinganbieter. In puncto Teilebeschaffung spielten große Firmenfuhrparks, in Sachen Reifen-, Glas und Reparaturgeschäft Autovermieter eine wesentliche Rolle. Dabei reicht für diese Kunden heute eine "ordentliche Werkstattleistung" nicht mehr aus. Einheitliche Preise und Rabatte, konsistente Services wie Hol- und Bringdienste im gesamten Werkstattnetz, Prozessunterstützung sowie eine einfachere Abwicklung dank Sammelrechnungen und automatischer Reparaturauthorisierung stehen der Studie zufolge auf dem "Wunschzettel". Interessant: Insbesondere aufgrund der üblichen Franchise-Struktur könnten die OEM und ihre Servicepartner die gestiegenen Anforderungen nicht ausreichend bedienen, oftmals seien sie nicht mehr erste Wahl. Neuer Trend: den Fahrzeugservice während der Garantiezeit außerhalb des Markennetzes durchführen und gegebenenfalls auf gleichwertige, günstigere Ersatzteile setzen. Trotz des Drucks auf diese wesentliche Ertragssäule, so die Studie, täten sich die Hersteller mit einer konsequenten Reaktion immer noch schwer.

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Autoflotte ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für den Flottenmarkt im deutschsprachigen Raum. Zielgruppe in diesem wachsenden Markt sind die Fuhrpark-Entscheider in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen mit mehr als zehn PKW/Kombi und/oder Transportern. Vorstände, Geschäftsführer, Führungskräfte und weitere Entscheider greifen auf Autoflotte zurück, um Kostensenkungspotenziale auszumachen, intelligente Problemlösungen kennen zu lernen und sich über technische und nichttechnische Innovationen zu informieren.