Tiefensee will automatisches Notruf-System für alle Neuwagen

06.06.2007 11:41 Uhr

"E-Call" soll ab 2010 europaweit Standard werden / Schnellere Ortung von Verunfallten möglich

Sämtliche Neuwagen in der Europäischen Union sollen nach dem Willen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft von 2010 an mit einem automatischen Notruf-System ausgerüstet werden. Dieses Ziel gab Bundesverkehrsiminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am Dienstag auf einer Konferenz in Berlin aus. Das so genannte "E-Call"-System soll Rettungskräfte bei der Ortung von Unfallfahrzeugen etwa bei Nacht oder in abgelegenen Gegenden unterstützen. Dazu wird beim Auslösen von Airbags automatisch ein Signal mit der genauen Position des Unfallorts an die zuständigen Rettungsstellen gesendet. "Das schnellere Eintreffen am Unfallort rettet Menschenleben. Ich erwarte, dass sich weitere EU-Mitgliedstaaten schnell zur Mitarbeit bei E-Call entschließen", erklärte Tiefensee. Ziel sei es, die Zahl der Verkehrstoten in der EU drastisch zu verringern, so der amtierende EU-Verkehrsratspräsident. Bis 2010 solle die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen im Vergleich zum Jahr 2000 halbiert werden. "Dazu werden elektronische Systeme einen Beitrag leisten", sagte er. (dpa) Eine ADAC-Grafik zur Funktionsweise des "E-Call"-Systems ist rechts in der Downloadbox abrufbar.

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