In der Diskussion um einen besseren Klimaschutz fordert der größte Automobilclub Europas, der ADAC, eine Änderung der Kraftfahrzeugsteuer. Die Kfz-Steuer müsse sich künftig am Ausstoß des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2) orientieren, sagte ADAC-Präsident Peter Meyer am Donnerstag in Freiburg. Fahrzeuge, die durch einen hohen CO2-Wert das Klima belasten, sollten höher besteuert werden. Dies gelte beispielsweise für Geländewagen und Modelle der Oberklasse. Im Gegenzug sollten Autos, die wenig CO2 verursachen, steuerlich begünstigt werden. "Wenn es der Staat mit dem Klimaschutz ernst meint, dann muss er finanzielle Anreize schaffen", sagte Meyer. Die vom ADAC vorgeschlagene Änderung der Kfz-Steuer könne bis Ende 2009 in Kraft treten. Die neue Steuer dürfe aber nur für Neuwagen gelten. Für Autos, die bereits im Verkehr sind, müsse Bestandsschutz bestehen. Sie sollten wie bisher besteuert werden. Ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen lehnt der ADAC ab. Daran ändere auch die derzeitige Klimaschutzdebatte nichts, sagte Meyer. Der Klimaschutz, der durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung erreicht werde, sei äußerst gering. Die Forderung nach einem Tempolimit gehe in die falsche Richtung. "Der Autoverkehr hat einen weitaus geringeren Anteil an der Erderwärmung als es von manchen in der Öffentlichkeit dargestellt wird", sagte Meyer. Die Industrie verursache deutlich mehr Treibhausgase. Auch sie müsse sich daher am Klimaschutz beteiligen. (dpa)
ADAC dringt weiter auf CO2-Kfz-Steuer
Abgabe soll sich künftig am Ausstoß des Treibhausgases orientieren – allerdings nur für Neuwagen