NRW-Innenminister: Alkohol-Blutproben abschaffen

24.06.2010 09:12 Uhr
Haben Spritzen bei Alkoholsündern bald ausgedient?

Blutproben bei Verkehrssündern sollten nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Innenministers Ingo Wolf (FDP) abgeschafft werden. "Der Atemalkoholtest ist eine gute Alternative zur Blutprobe", sagte Wolf der Nachrichtenagentur dpa in Düsseldorf. In allen anderen europäischen Ländern außer der Schweiz sei die Blutentnahme schon lange nicht mehr die Regel. Wolf forderte die in Hamburg tagende Justizministerkonferenz auf, "ihre unsinnige Blockade bei der Abschaffung standardmäßiger Blutproben bei Alkoholsündern aufzugeben". Eine Studie habe gezeigt, dass die Messung durch Pusten in ein Analysegerät auch bei höheren Promillewerten so präzise sei wie bei einer Blutuntersuchung. "Eine Atemprobe kann jeder verkraften", argumentierte Wolf. "Eine Blutprobe ist dagegen immer ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, der sich heute vermeiden lässt." Seinen Angaben zufolge werden in Deutschland mehr als 120.000 Verkehrssünder pro Jahr zur Ader gelassen. Die Innenministerkonferenz habe den Vorstoß aus NRW gegen die Blutprobe stets unterstützt, sagte Wolf. Die Justizministerkonferenz habe sich dagegen bislang einer vernünftigen Lösung verweigert. (dpa)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Autoflotte ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für den Flottenmarkt im deutschsprachigen Raum. Zielgruppe in diesem wachsenden Markt sind die Fuhrpark-Entscheider in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen mit mehr als zehn PKW/Kombi und/oder Transportern. Vorstände, Geschäftsführer, Führungskräfte und weitere Entscheider greifen auf Autoflotte zurück, um Kostensenkungspotenziale auszumachen, intelligente Problemlösungen kennen zu lernen und sich über technische und nichttechnische Innovationen zu informieren.