"Zu früh gefreut" heißt es gelegentlich an der Tankstelle. Nämlich immer dann, wenn ein günstiger Krafstoffpreis beim Vorbeifahren an einer Tankstelle an die Zapfsäule lockt, wo dann wiederum andere Kosten ausgezeichnet sind. Der ADAC weist darauf hin, dass das laut Tankstellenbetreibern an der verzögerten Umstellung an der Standarte liege. Aber der Automobilclub stellt klar: Nur der Betrag, der direkt an der Säule stehe, sei auch tatsächlich verbindlich. Dass das irreführend und verbraucherunfreundlich ist, sieht auch der ADAC so und fordert daher, die Preise an beiden Stellen zeitgleich zu verändern. Auch an der Kasse, warnt der ADAC, könne es böse Überraschungen geben. Aus Angst vor Falschgeld werden 500-Euro-Scheine an Tankstellen meist nicht akzeptiert - doch darauf müsse aus rechtlicher Sicht bereits an den Zapfsäulen hingewiesen werden. Dasselbe gilt bei defekten Abrechnungssystemen zur Kartenzahlung: Erfährt ein Kunde erst an der Kasse, dass nur Barzahlung möglich ist, müsse der Tankwart nach Ansicht des ADAC anbieten, im Notfall eine Rechnung zu schicken. (sl)