Über die Praxistauglichkeit der Batterie im Fuhrpark haben Interessierte im Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München vor Kurzem diskutiert. Initiiert hatte die Veranstaltung das CVO (Corporate Vehicle Observatory), eine unabhängige Plattform für Experten im Bereich Flottenmanagement, die 2002 von Arval und der Muttergesellschaft BNP Paribas gegründet wurde.
Mehr als 60 Teilnehmer verfolgten die Vorträge von Dr. Gregor Matthies, Partner und Director bei der Unternehmensberatung Bain & Company, Prof. Dr. Friedbert Pautzke, Leiter des Fachgebiets Elektromobilität an der Hochschule Bochum sowie Ralf Woik,
Elektromobilitätsexperte bei Arval Deutschland. Darin ging es hauptsächlich um das Leistungsspektrum der Batterie und ob bzw. wie sich eine elektrische Flotte überhaupt praktisch umsetzen ließe.
In der anschließenden Diskussion gelangten die Teilnehmer zu dem Resultat, dass das Batteriemanagement für Flottenentscheider einen zentralen Aspekt darstelle. Da die meisten deutschen Hersteller bislang noch über kein serienreifes Elektromobil verfügen, scheinen die größten Hindernisse, um Marktanteile zu erobern, in der Beschaffenheit der Batterie selbst zu liegen. Noch sei die Batterie im Vergleich zum Verbrennungsmotor teurer, schwerer und ermögliche nur begrenzte Reichweiten. Deshalb stünden viele Flottenentscheider dem Thema Elektromobilität im Fuhrpark noch abwartend gegenüber. Ebenso wurde festgehalten, dass es noch keine empirische Antworten gebe, wie langlebig bzw. wertbeständig Batterien eigentlich seien.
Fazit der Veranstaltung: Für Fuhrparkentscheider scheinen derzeit optimierte konventionelle Fahrzeuge die bessere Alternative, da sie günstiger seien und sich auch im Alltag bewährt hätten. "Alternative Antriebe stellen die entscheidende technologische Wende für den modernen Fuhrpark dar und sind langfristig die einzig mögliche Alternative zu konventionellen Fahrzeugen", fasste Ralf Woik, Ressortleiter Marketing und Kommunikation bei Arval Deutschland, die Diskussionsergebnisse zusammen. Er ist sich sicher, dass sich Firmen- und Privatkunden erst gleichermaßen für Elektrofahrzeuge entscheiden, wenn diese nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch fahren. (sn)