Biosprit: Union gegen höhere Beimischung

21.02.2008 17:00 Uhr
Noch ist unklar, ob die E10-Kraftstoffsorten 2009 kommen.
© Foto: Avia

"Werden Erhöhung wie derzeit geplant nicht hinnehmen" / Gabriel verteidigt Strategie

Die Unionsfraktion im Bundestag hat Widerstand gegen eine höhere Beimischung von Pflanzensprit in Benzin angekündigt. Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer, sagte der "Financial Times Deutschland" (Donnerstag): "Ich habe zusammen mit (Fraktionschef) Volker Kauder klar gemacht, dass wir die Erhöhung des Beimischungszwangs wie derzeit geplant nicht hinnehmen werden." Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will im nächsten Jahr den Beimischungsanteil von heute fünf auf zehn Prozent anheben und gemäß Vereinbarung mit CSU-Agrarminister Horst Seehofer und der Automobilindustrie bis 2020 auf 20 Prozent. "Da ist Gabriel vorgeprescht, ohne zu wissen, was er damit anrichtet", meinte Ramsauer. "Nach heutigem Stand würde die höhere Beimischung zu einer drastischen Belastung von Autofahrern führen." Ramsauer rechnet mit Mehrkosten von sechs bis acht Cent pro Liter Benzin. Gabriel will ungeachtet der zunehmenden Kritik am Ausbau der Biokraftstoffe festhalten. Wichtig sei dabei, dass sich dies am tatsächlichen Klimaschutzbeitrag dieses Energiepflanzeneinsatzes orientieren müsse, sagte Gabriel am Donnerstag im Bundestag in der Debatte über einen Teil des Klimaschutz- und Energiepakets der Bundesregierung. Der Ausbau des Beimischungsanteils von Biosprit zum herkömmlichen Kraftstoff komme allerdings erst in Frage nach einer Überprüfung der Folgen für die Motoren in älteren Kraftfahrzeugen. (dpa)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Autoflotte ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für den Flottenmarkt im deutschsprachigen Raum. Zielgruppe in diesem wachsenden Markt sind die Fuhrpark-Entscheider in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen mit mehr als zehn PKW/Kombi und/oder Transportern. Vorstände, Geschäftsführer, Führungskräfte und weitere Entscheider greifen auf Autoflotte zurück, um Kostensenkungspotenziale auszumachen, intelligente Problemlösungen kennen zu lernen und sich über technische und nichttechnische Innovationen zu informieren.