Karmann: Elektroauto geht im Herbst auf die Testrunde

22.04.2009 09:06 Uhr
EWE-Chef Werner Brinker, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und Peter Harbig, Sprecher der Karmann-Geschäftsführung, setzen große Hoffnungen in den "E3"
© Foto: Nigel Treblin/ddp

Das Elektroauto, das der Oldenburger Energieversorger EWE und der angeschlagene Cabrio-Spezialist Karmann in Koproduktion entwickeln, soll im September fahren. "Das Projekt ist definitiv nicht gefährdet", sagte Peter Harbig, Sprecher der Geschäftsführung bei Karmann, am Dienstag in Hannover unter Anspielung auf das derzeit laufende Insolvenzverfahren des Unternehmens. Das "E3" genannte Auto soll eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern haben. Insgesamt sollen sechs Autos entstehen, die EWE mit Mitarbeitern und Kunden testen will. Das Fahrzeug soll etwa so groß wie ein Golf werden, vier Personen Platz bieten und einen vollwertigen Kofferraum haben. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sagte, er setze große Hoffnungen in das Projekt. "Die Zukunft der Mobilität gehört den Elektroautos", betonte er bei der Präsentation auf der Hannover Messe. Mit dem Auto wolle EWE Erfahrungen bei der Integration von Elektroautos in das Stromnetz sammeln, sagte der Vorstandsvorsitzende des Versorgers, Werner Brinker. So soll u.a. ein Abrechnungssystem erprobt werden, mit dem das Auto in Stromnetzen verschiedener Anbieter aufgeladen werden kann. Der Wagen soll auch überschüssige Energie zurück ans Stromnetz liefern. Gemeinsam mit der Universität Oldenburg werde zudem an der Weiterentwicklung von Batterien gearbeitet, sagte der EWE-Chef. EWE ist Konsortialführer des Projekts.

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