Fuhrpark: "HLAfix" soll Restwertrisiken mindern

29.03.2012 13:57 Uhr
HLA-Geschäftsführer Harald Frings und Jörg Martin Grünberg, Vertriebsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung bei HLA, stellten das neue Produkt HLAfix vor.
© Foto: HLA

Während Zinssätze in Tages- und Wirtschaftszeitungen jederzeit nachgeschlagen werden können, sind Restwertkalkulationen und deren Anpassungen für viele Leasingnehmer oft nicht nachvollziehbar. Die Full-Service-Leasinggesellschaft Hannover Leasing Automotive (HLA) hat sich dieses Dauerbrenner-Themas jetzt angenommen und ein Produkt namens "HLAfix" geschaffen, das eine verbindliche Indexierung der Restwerte verspricht und dem Kunden damit mehr Sicherheit bei den Konditionen.

"Die Restwerte waren schon immer eine Blackbox – da ist der Kunde der Restwertpolitik  des Leasinggebers ausgeliefert. Hier setzt das Produkt an", erläuterte Jörg Martin Grünberg, Vertriebsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung bei HLA. Häufig steigen vermeintlich sehr günstige Einstiegsraten bei Anschlussverträgen rasant an. Gerade große Fuhrparks arbeiten deshalb häufig mit mehreren Leasinggesellschaften zusammen, um diesen Schwankungen auszuweichen.

Keine überproportionalen Auswirkungen für die Leasingrate

Mit HLAfix soll gewährleistet werden, dass negative Veränderung sich nicht überproportional in den Berechnungen für Leasingraten niederschlagen. Stattdessen sollen die Kunden mit dauerhaft nachvollziehbaren Restwerten bei Neubestellungen planen können. "So kann der Kunde jetzt feststellen, welche Auswirkungen das für ihn und auf sein Geschäft mit der HLA hat, wenn sich die Restwerteinschätzung neutraler Dritter ändert", erläuterte Geschäftsführer Harald Frings.

Bei HLAfix werden Restwerte für Referenzfahrzeuge nach bestimmten Laufleistungen und Laufzeiten ermittelt, nach denen dann konstante Auf- und Abschläge in Restwertverträgen festgeschrieben werden. Je nach Kundenvereinbarung sollen diese viertel-, halb- oder jährlich überprüft und gegebenenfalls verändert werden.

Die Basis ist der Mittelwert zweier Marktbeobachter

"Wenn renommierte Analyseunternehmen ihre Meinung ändern, dann sind wir willens, dies ebenfalls für zukünftige Kundenverträge zu tun – das kann positiv oder negativ sein", sagte Frings, "es geht um die Sicherheit des Kunden."

Als Basis dient der Mittelwert aus den Restwertprognosen zweier bekannter Marktbeobachtungsinstitute, mit denen HLA zusammenarbeitet. "Wir haben uns bewusst für zwei renommierte Forecast-Unternehmen entschieden. Mit dem Mittelwert aus beiden glauben wir eine objektive Betrachtung zu haben", sagte Grünberg.

Zusatzgebühr von monatlich fünf Euro pro Auto

Das Produkt, das ab April erhältlich ist, kann jeder Kunde, der Referenzratenpolitik mit fest definierten Fahrzeugen betreibt, nutzen. Für dieses Plus an Sicherheit müssen Fuhrparks jedoch extra zahlen: HLA berechnet für ihren erhöhten Aufwand eine "Administration Fee" von monatlich fünf Euro pro Fahrzeug. "Wir glauben, dass der Kunde das Geld gut anlegt, denn er kauft sich ein Stück weit Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Fairness", sagte Grünberg.

Nach eigenem Bekunden ist HLA die erste Leasinggesellschaft am Markt, die eine Restwertindexierung als festes Produkt anbietet. Und damit könnten die Kunden von HLAfix nach Versprechungen des Anbieters auch diejenigen sein, die "erstmals auch von positiven Schwankungen am Restwertmarkt profitieren." (mp)

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