Saab: Genau seit einem Jahr "unabhängig"

24.02.2011 09:40 Uhr
Victor Muller, der Chef des neuen niederländischen Saab-Eigners Spyker Cars, ist zuversichtlich, dass in diesem Jahr 80.000 Autos verkauft werden.
© Foto: Saab

Beim kleinen schwedischen Autohersteller Saab haben Topmanager und Belegschaft am Mittwoch (23. Februar) einen "Unabhängigkeitstag" genau ein Jahr nach der Trennung von General Motors (GM) gefeiert. Der Chef des neuen niederländischen Saab-Eigners Spyker Cars, Victor Muller, sagte nach Angaben der Zeitung "Dagens Industri", er sei zuversichtlich, dass man 2011 das selbst gesteckte Jahresziel von 80.000 verkauften Autos erreichen werde. Der US-Konzern GM hatte Saab im Gefolge der Finanzkrise und als fast chronischen Verlustbringer 2010 an den kleinen niederländischen Sportwagen-Hersteller Spyker veräußert. Zum Jahrestag des Eigner-Wechsels feierten die 3.700 Beschäftigten der Stammfabrik in Trollhättan eine kleines Fest und unterbrachen die auch sonst nicht unbedingt auf Hochtouren laufende Produktion. Pro Stunde werden derzeit 28 Autos gefertigt. 2010 verließen etwa 32.000 Neuwagen die Fabrik und damit weit weniger als von Saab-Vorstandschef Jan-Ake Jonsson angepeilt. Er hatte zusammen mit Muller beim Übergang vom riesigen US-Konzern in die Unabhängigkeit als einer der kleinsten Autohersteller Europos erklärt, man werde mit einer Jahresproduktion von 100.000 bis 120.000 Wagen 2012 die Gewinnzone erreichen. Dieses Jahr will Saab den Absatz von 80.000 Einheiten schaffen. Für neue Modelle sollen Motoren von BMW geliefert werden. (dpa)

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