Der Mini ist und bleibt der Restwert-König auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt. Wie Eurotax-Schwacke auf Basis des aktuellen "Schwacke Automobil Index" (SAX) mitteilte, erreicht der BMW-Kleinwagen nach zwei Jahren und 30.000 Kilometern Gesamtlaufleistung noch 82,2 Prozent seines Neuwagenwerts. Auch bei den SUV und in der oberen Mittelklassen liegen Modelle des Münchner Autobauers vorn: Wie im Frühjahr reklamieren hier der X3 und 5er mit Restwerten von 79,4 bzw. 70,5 (Limousine) und 73,8 Prozent (Kombi) die Spitzenplätze für sich. Über alle elf untersuchten Segmente hinweg bewegen sich die durchschnittlichen Restwerte laut Eurotax im Bereich von 56,6 bis 72,6 Prozent. Als wertstabilste Fahrzeugklasse behaupten sich die Roadster knapp vor den Geländewagen/SUV (71,1 Prozent). Oberklasse-Limousinen weisen dagegen den geringsten prozentualen Händler-Verkaufswert auf. Weiter ungebrochen sei die Dominanz der heimischen Fabrikate, die neun Segmente für sich entscheiden. Lediglich der Peugeot 807 (65,6 Prozent) bei den Vans und der Lexus LS (63,6 Prozent) in der Oberklasse können die deutsche Phalanx durchbrechen. In der Mittelklasse überzeugt derzeit die C-Klasse von Mercedes-Benz: Als Limousine erreicht sie dem Index zufolge den Spitzenwert von 67,5 Prozent; mit geringem Abstand positionieren sich der Audi A4 und der BMW 3er dahinter. Als T-Modell kommt der Stuttgarter auf 67,1 Prozent und verweist den Mazda 6 und dem Audi A4 Avant auf die Plätze. In der unteren Mittelklasse ist der Audi A3 mit einem Verkaufswert von 72,2 Prozent der aktuelle Top-Performer. Bei den Cabrios und Roadstern machen laut SAX vor allem Porsche und Mercedes-Benz die Halter froh. Das Porsche 911 Cabrio verliert nach zwei Jahren nur 28,4 Prozent an Wert. Es findet aber seinen Meister – wie bisher – im Mercedes SLK mit einem Restwert von 77,6 Prozent. (rp)
Mini verteidigt Restwert-Thron
SAX: BMW-Kleinwagen mit 82,2 Prozent am wertstabilsten / Deutsche Fabrikate dominieren weiter