Studie: Nachfrage nach Dieselautos bricht ein

21.11.2008 08:44 Uhr
Auch an der Zapfsäule werden Diesel-Pkw immer unattraktiver.
© Foto: ddp-Archiv, Martin Oeser

Der seit 2005 stetig gestiegene Diesel-Anteil an den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland ist in diesem Jahr erstmals wieder rückläufig. Davon geht das Leverkusener Prognoseinstitut BDW Automotive in einer aktuellen Studie aus. Demzufolge wird die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken. Einen noch stärkeren Rückgang erwarten die Marktbeobachter im Privatmarkt (minus 20 Prozent). Dagegen kämen 3,7 Prozent mehr Neuwagen mit Benzinmotor auf die Straßen als im Jahr davor, hieß es. Als Hauptgrund für diese Entwicklung nennt BDW-Geschäftsführer Detlef Borscheid die deutlich gesunkene Kosten-Attraktivität der Dieselautos gegenüber Benzinern. Mittlerweile würden die Ersparnisse beim Tanken die höheren Anschaffungs- und Betriebskosten kaum noch ausgleichen. Dies sei vor allem bei Privatkäufern mit geringen Fahrleistungen der Fall. Insgesamt rechnet der Experte 2008 nur noch mit 3,1 Millionen Pkw-Neuzulassungen (minus 1,5 Prozent) in Deutschland. Die stark gestiegenen Spritkosten sorgen zudem für einen Boom bei Gas-Fahrzeugen. Das Institut prognostiziert in diesem Jahr ein Wachstum von 60 Prozent auf 26.000 Pkw mit Erdgas- oder Autogasantrieb. Dabei entwickle sich insbesondere die Nachfrage nach LPG-Fahrzeugen dynamisch. Hybridautos würden dagegen aufgrund des limitierten Angebots noch keine Rolle spielen. Hier werde die Nachfrage sogar deutlich zurückgehen. (rp)

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