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15.02.2016 Datenschutz im Auto

Automobilverbände fordern klare Regeln

91 Prozent der Autofahrer in der EU wollen, dass sich die Vernetzungssysteme in ihren Autos komplett abschalten lassen.
© Audi

Autofahrer in der EU sorgen sich um die Sicherheit der Daten, die durch Vernetzungssysteme in Pkw gespeichert werden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der FIA.

91 Prozent der Autofahrer in der EU wollen, dass sich die Vernetzungssysteme in ihren Autos komplett abschalten lassen. Das hat der Automobil-Dachverband Federation Internationale de l'Automobile (FIA) bei einer Befragung von 12.000 Menschen in der Europäischen Union zum Thema elektronische Vernetzung von Fahrzeugen ergeben. Die Konsumenten haben zwar ein hohes Interesse an Vernetzung, sprechen sich aber auch klar für den Schutz ihrer Daten aus. Die Studie zeigt außerdem, dass die neue Technik nur unter dieser Bedingung akzeptiert wird.

Außerdem wollen 76 Prozent der Autofahrer die Zustimmung zum Sammeln und der Weitergabe von Fahrzeugdaten jederzeit widerrufen können. Nach einer Panne oder einem Unfall will ebenfalls eine große Mehrheit frei entscheiden dürfen, welche Werkstatt den Wagen reparieren darf und nicht automatisch mit dem Markenwerkstatt in Kontakt gebracht werden.

88 Prozent der Verbraucher sind darüber hinaus sehr besorgt über die nicht abgestimmte Weitergabe. Fast ebenso viele über eine kommerzielle Nutzung ihrer persönlichen Daten, im Bewusstsein, dass diese in vernetzten Fahrzeugen jederzeit aufgezeichnet oder "gehackt" werden können. Deshalb erwarten auch 95 Prozent der Befragten, dass der Gesetzgeber hier für Schutz sorgen muss, um ihre Rechte an den persönlichen Daten und denen in gefahrenen Fahrzeugen zu schützen.

"Mein Auto, meine Daten"

Bereits im Herbst 2015 hatte die FIA aufgezeigt, welche Daten aktuelle Fahrzeugmodelle aufzeichnen und übertragen. Untersucht wurden zwei Autos, eines mit konventionellem und eines mit elektrischem Antrieb. Zusätzlich zur Erstellung von Fahrerprofilen sind die Fahrzeuge in der Lage, Daten wie etwa den Standort oder die gefahrene Strecke zusammen mit persönlichen Informationen aus Smartphones aufzuzeichnen und an den Hersteller des Wagens zu übertragen.

Darauf beruhend startete die FIA zusammen mit ihren Mitgliedsclubs, darunter der AvD, die Kampagne "My Car My Data" ("Mein Auto, meine Daten"). Sie soll für den Schutz von Fahrzeugdaten sensibilisieren und zu gesetzgeberischen Maßnahmen dafür sowie für faire Bedingungen bei Dienstleistungen im Zusammenhang mit vernetzten Fahrzeugen aufzurufen. Die Initiatoren fordern unter anderem, dass der Gesetzgeber sicherstellt, dem Fahrer die uneingeschränkte Hoheit über seine persönlichen Daten zu belassen. Auch müsse er jederzeit die freie Wahl über jede Art von Dienstleistung rund um sein Fahrzeug und seine Mobilität haben. (rp)



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