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05.01.2015 E-Auto

Dobrindt will Bau von Ladestationen vorantreiben

Brückenschlag: Die Zahl der Schnellladepunkte an deutschen Autobahnen soll deutlich steigen. Im Fokus stehen dabei die Autobahnraststätten.
© picture alliance/David Ebener

Bis 2017 soll es an allen deutschen Autobahnraststätten "Strom-Tankstellen" für E-Autos geben. Die Betreiber sollen beim Bau finanziell Hilfe bekommen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will bis 2017 an allen deutschen Autobahnraststätten "Strom-Tankstellen" für Elektroautos einrichten lassen. Mit dem Elektromobilitätsgesetz habe die Bundesregierung zusätzliche Anreize für Elektroautos auf den Weg gebracht. "Jetzt geht es darum, die Ladeinfrastruktur zu verbessern", sagte Dobrindt der "Passauer Neuen Presse" im Dezember. "Künftig soll es möglich sein, mit einem Elektrofahrzeug von der Nordsee bis an die Zugspitze zu fahren."

Dazu wird die Autobahn Tank & Rast GmbH nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums ihre rund 400 eigenen Raststätten an Bundesautobahnen mit Schnellladesäulen und Parkplätzen für Elektrofahrzeuge ausstatten. In einem ersten Schritt ist dem Bericht zufolge geplant, 50 Standorte für die neuen Ladesäulen auszurüsten. Bis 2017 sollten dann alle Ladesäulen und Parkplätze stehen.

Finanzspritze für Errichtung
Für die Baukosten gibt es laut "Passauer Neue Presse" eine Finanzspritze. Die Betriebs- und Unterhaltskosten seien vom Betreiber der Raststätte allein zu tragen. Für die bundesweit rund 30 Raststätten, die von anderen Unternehmen betrieben werden, würden identische Vereinbarungen angestrebt. Bisher gibt es in Deutschland rund 100 Schnellladepunkte für Elektroautos.

Die Bundesregierung hält weiter an ihrem Ziel fest, die Zahl der Elektroautos auf Deutschlands Straßen bis zum Jahr 2020 auf eine Million zu erhöhen. Experten halten das für unrealistisch. Bis Ende Oktober 2014 waren nur rund 24.000 zugelassen.

Weitere Impulse vom Bund gefordert
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) drängt deshalb auf mehr Antriebshilfen für das Geschäft. "Der Gesetzgeber sollte zusätzliche Impulse geben, wenn das Ziel von einer Million E-Mobile in 2020 erreichbar bleiben soll", sagte Verbandschef Matthias Wissmann den "Stuttgarter Nachrichten". Als möglichen Anreiz nannte er bessere Abschreibungsbedingungen für Firmenwagen.

Der ehemalige Bundesforschungsminister (CDU) sagte, dass die Branche in Deutschland bereits 17 Milliarden Euro in Elektromobilität investiert habe. Diese Ausgaben müssten bislang noch mit Gewinnen aus dem Verkauf von Autos mit traditionellen Antrieben finanziert werden. "Das kann man nicht unendlich lange so machen", sagte Wissmann. "Natürlich müssen sich auch E-Autos für den Hersteller eines Tages rechnen." (dpa/dpa-AFX)





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