suchen
Unfall auf Parkplatz

Rückwärtsfahrt muss jederzeit zu stoppen sein

1180px 664px
Beim Rückwärtsausparken auf einem Parkplatz muss man besonders vorsichtig sein.
©

Wenn zwei Autofahrer beim Rückwärtsausparken kollidieren, tragen sie üblicherweise zu gleichen Teilen Schuld. Das gilt allerdings nicht immer automatisch.

Beim Rückwärtsausparken auf einem Parkplatz muss man besonders vorsichtig sein. Diese Verpflichtung kann bereits erfüllt sein, wenn man vor der Kollision zum Stehen gekommen ist, wie aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervorgeht.

In dem verhandelten Fall hatten zwei Autofahrer auf dem Parkplatz eines Baumarkts rückwärts ausgeparkt. Dabei war es zu einer Kollision gekommen. Einer der Fahrer hatte kurz vor dem Zusammenprall aber bereits gestoppt und verlangte daher Schadensersatz von seinem Unfallgegner. Sowohl das zuständige Amtsgericht als auch das Landgericht sahen das anders. Die Richter vertrauten auf den sogenannten Anscheinsbeweis, nach dem beide Unfallbeteiligten zu gleichen Teilen an der Kollision Schuld trugen. Das kurzzeitige Stehen des einen Fahrers werteten sie wie in solchen Fällen üblich als Teil des Rückwärtsfahrens.

Die Bundesrichter sehen das anders. Gelinge es einem Fahrer beim Rückwärtsfahren auf einem Parkplatz vor einer Kollision zum Stehen zu kommen, habe er grundsätzlich der dort bestehenden Verpflichtung zum jederzeitigen Anhalten genügt. Der Anscheinsbeweis habe in solch einem Fall keinen Raum. Der Kläger hat daher Anspruch auf einen Schadensersatz in Höhe von 150 Euro (Az.: VI ZR 6/15). (sp-x)

360px 106px

Mehr zum Thema Urteil:






Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2017 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Flottengeschäft

Ford mit Einpreisstrategie

Im Mai und Juni bietet der Kölner Autobauer seine drei großen Pkw-Modelle Mondeo, S-Max und Galaxy zu einheitlichen Leasingraten an.


img
BMW M550d

Diesel-Dampfhammer

Diesel-Fans wird BMW auch vom neuen 5er wieder eine besonders sportliche M-Version anbieten. Die Neuauflage des extrastarken Selbstzünders ist druckvoller denn je.


img
Digital-Ausgabe

Autoflotte 5/2017 jetzt als ePaper lesen!

Schadenmanagement im Fuhrpark: In der Marktübersicht stellt Autoflotte 5/2017 33 Anbieter für die Abwicklung vor. Zudem klären wir, wann sich Outsourcing lohnt.


img
Skoda

Nachfolger des Yeti heißt Karoq

Nach Kodiaq nun Karoq: Skoda schafft eine einheitliche SUV-Terminologie und lässt den Namen Yeti fallen. Außerdem wächst das Einstiegs-SUV der Marke zum Modellwechsel...


img
Personalie

Torsten Harms geht zu Consense

Torsten Harms soll von Hamburg aus als Leiter Vertrieb die Geschäftsentwicklung des Schadenmanagers vorantreiben.