Medien: Premiumhersteller hoffen auf Staatshilfen

18.05.2009 08:00 Uhr
Magazin: Porsche und BMW haben sich bereits über Staatskredite erkundigt.
© Foto: Porsche/BMW/Archiv/AHO-Montage

Die deutschen Premium-Autobauer Porsche und BMW hoffen einem Magazinbericht zufolge auf Staatshilfen aus dem Konjunkturprogramm des Bundes. Wie der "Spiegel" meldete, sprach Porsche bereits bei der KfW-Bankengruppe vor, um sich über die Bedingungen für einen Staatskredit zu erkundigen. Das Unternehmen wolle ein Darlehen in Höhe von rund einer Milliarde Euro. "Wir geben nicht bekannt, mit welchen Banken wir reden", sagte ein Porsche-Sprecher am Sonntag in Stuttgart. BMW holte laut Bericht bei der KfW ebenfalls Informationen für einen Kredit aus dem Deutschlandfonds der Bundesregierung ein. Ein BMW-Sprecher sagte der dpa, das Unternehmen prüfe staatliche Garantien zur Refinanzierung des Absatzgeschäfts. Bislang sei aber noch nicht entschieden, ob die Hilfen beantragt würden. Auch Ford meldete dem Bericht zufolge eine Bürgschaft in dreistelliger Millionenhöhe an. Ein Sprecher des Kölner Autobauers bestätigte die Größenordnung. Jedoch habe Ford die Summe nicht selbst beantragt, sondern die Bank-Tochter "Ford Credit". Laut dem Nachrichtenmagazin will auch der Nutzfahrzeughersteller Iveco ein Darlehen. Die deutschen Premium-Autobauer Porsche und BMW hoffen einem Magazinbericht zufolge auf Staatshilfen aus dem Konjunkturprogramm des Bundes. Wie der "Spiegel" meldete, sprach Porsche bereits bei der KfW-Bankengruppe vor, um sich über die Bedingungen für einen Staatskredit zu erkundigen. Das Unternehmen wolle ein Darlehen in Höhe von rund einer Milliarde Euro. "Wir geben nicht bekannt, mit welchen Banken wir reden", sagte ein Porsche-Sprecher am Sonntag in Stuttgart. BMW holte laut Bericht bei der KfW ebenfalls Informationen für einen Kredit aus dem Deutschlandfonds der Bundesregierung ein. Ein BMW-Sprecher sagte der dpa, das Unternehmen prüfe staatliche Garantien zur Refinanzierung des Absatzgeschäfts. Bislang sei aber noch nicht entschieden, ob die Hilfen beantragt würden. Auch Ford meldete dem Bericht zufolge eine Bürgschaft in dreistelliger Millionenhöhe an. Ein Sprecher des Kölner Autobauers bestätigte die Größenordnung. Jedoch habe Ford die Summe nicht selbst beantragt, sondern die Bank-Tochter "Ford Credit". Laut dem Nachrichtenmagazin will auch der Nutzfahrzeughersteller Iveco ein Darlehen. Unterdessen hat sich der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) für einen "Rettungsschirm für deutsche Autozulieferer" stark gemacht. Die Bundesregierung müsse Ausfallbürgschaften übernehmen, damit die Lieferanten nicht auf ihren Forderungen sitzenblieben, wenn ihre Abnehmer Insolvenz anmeldeten. Das sagte der Vorsitzende des BDI-Mittelstandsausschusses, Arndt Kirchhoff, der "Wirtschaftswoche". Ansonsten könnten einzelne Firmenpleiten in der eng verwobenen Autoindustrie "einen Dominoeffekt" auslösen, wodurch mehrere Millionen Arbeitsplätze in Gefahr gerieten. Angst vor "Insolvenz-Tsunami" Laut Kirchhoff wiesen der BDI und der Verband der Automobilindustrie (VDA) bereits Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) auf diese Gefahr hin. Dieser habe jedoch zunächst die Kreditversicherer aufgefordert, eine praktikable Lösung zu entwickeln. Kirchhoff mahnte, die Zeit könnte angesichts der drohenden Insolvenz der Opel-Mutter General Motors (GM) in den USA knapp werden. Die deutschen Autozulieferer fürchteten, von einem "GM-Insolvenz-Tsunami" überrollt zu werden. (dpa)

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