"Abwrackprämie" ist das zu erwartende Wort des Jahres 2009. Hersteller und Handel sehen in der Prämie einen Hebel der allgemeinen Krise entgegenzuwirken. Doch laut Eurotax-Schwacke verlagert sich die Krise in der Automobilindustrie lediglich in die Folgejahre. Das Maintaler Unternehmen prognostiziert, dass bei voller Ausnutzung des bisher von der Regierung freigegebenen Budgets bis Ende 2009 das Gesamtvolumen an Neufahrzeugen auf circa 3,6 Millionen Einheiten ansteigen wird. Ohne die bisher genehmigte Abwrackprämie hätte sich die Zahl der Neuzulassungen unterhalb des Niveaus von 2008 auf 2,8 Millionen Fahrzeugen eingependelt. Der erfolgreiche Start der Prämie darf aber nicht darüber hinweg täuschen - die Gebrauchtwagenhöfe der Händler stehen weiterhin voll und die Standzeiten in allen Alterskategorien - einschließlich der Jahreswagen - und Fahrzeugklassen sind gestiegen. Vor allem große und hubraumstarke Modelle stehen wie Blei und lassen sich so gut wie nicht verkaufen oder nur durch massive Preisnachlässe in den Markt drücken. Eingebrochen seien auch die osteuropäischen Absatzkanäle und darunter leiden insbesondere die Leasinggesellschaften.