Daimler-Finanztochter: Trotz Krise im Plus

10.11.2009 14:20 Uhr
Jürgen Walker
© Foto: Daimler

Die Daimler-Finanztochter Daimler Financial Services erwartet trotz Wirtschaftskrise in diesem Jahr ein positives Ergebnis. Nach neun Monaten wurde ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 13 Millionen Euro erzielt, wie Vorstandschef Jürgen Walker am Dienstag berichtete. Der Finanzdienstleister mit Sitz in Berlin kurbelt mit Krediten, Leasinggeschäft und Versicherungsvermittlung den Absatz des Stuttgarter Autoherstellers an. Lediglich im ersten Quartal fuhr die Daimler-Finanzsparte tief ins Minus mit einem Verlust von 167 Millionen Euro (EBIT). Im zweiten Quartal kam schon wieder ein Plus von 79 Millionen Euro heraus, und im dritten Quartal waren es gar 101 Millionen. Damit sei "die Trendwende geschafft", auch wenn 2009 "das schlechteste Jahr unserer Geschichte" sein werde, sagte Walker. Das Vertragsvolumen sank binnen eines Jahres von 63,9 Milliarden Euro um acht Prozent auf 58,7 Milliarden Euro. Die Höhe der Kreditausfälle habe sich seit 2007 "mehr als verdoppelt", liege aber noch immer bei weniger als einem Prozent des Volumens, und dies werde auch so bleiben, sagte Walker. Für das Unternehmen seien mit der Finanzkrise zwar die Kreditkosten gestiegen. Es habe aber seine Marktanteile gesteigert und auch die Qualität des Kreditportfolios verbessert. Walker erklärte dies damit, dass eine Reihe anderer Banken, die zuvor mit aggressiven Konditionen am Markt aufgetreten seien, sich in der Krise zurückgezogen hätten. Deren Kunden kämen jetzt zu der Autobank. (dpa)

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