suchen
Studie

Bis 2030 fehlen mindestens 400.000 E-Auto-Ladepunkte

1180px 664px
Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur hat für Deutschland einen Bedarf von 420.000 Ladepunkten an öffentlichen Parkplätzen und am Straßenrand errechnet. Eine Möglichkeit dafür könnte sein, wie auf diesem Bild in London, Straßenlaternen zu Ladestationen aufzurüsten.
©

In Städten ist laut Studie ein Ladepunkt für je 14 und auf dem Land für je 23 Fahrzeuge nötig. Angesichts der rund 15 Millionen erwarteten E-Fahrzeuge fordern die Kommunen nun schnelles Handeln.

Deutschland braucht im Jahr 2030 mindestens 440.000, vielleicht sogar 843.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektroautos. Das ist das Ergebnis einer Studie der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Zahl hänge davon ab, wie viele private Ladepunkte es dann gebe, wie ausgelastet die öffentlichen Ladesäulen seien und wie oft Schnellladepunkte genutzt würden. Heute gibt es laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland erst 33.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte.

In zehn Jahren dürften laut der Studie bis zu 14,8 Millionen Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge in Deutschland zugelassen sein. Die Studienautoren erwarten, dass dann an 61 Prozent der privaten Stellplätze am Wohnort ein Ladepunkt zur Verfügung steht. An diesen 7 Millionen privaten Ladepunkten würden 41 Prozent des Stroms getankt."Ergänzende, öffentlich zugängliche Ladepunkte sind daher zwingend notwendig und decken etwa 32 Prozent der verladenen Energiemenge ab. Die restlichen 27 Prozent werden an Ladepunkten auf Firmenparkplätzen verladen." In Städten sei ein öffentlicher Ladepunkt pro 14 Fahrzeuge notwendig, auf dem Land reiche einer für 23 Fahrzeuge. "Errechnet wurde ein Bedarf von 420.000 Ladepunkten dort, wo man sein Auto am häufigsten parkt: am Straßenrand oder auf öffentlichen Parkplätzen."

Kommunen fordern schnelle Erleichterungen im Baurecht

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) forderte Erleichterungen im Baurecht. Das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz müsse ambitionierter gestaltet und zügig verabschiedet werden. Pilotprojekte, etwa innerstädtische Schnellladehubs, müssten schnell realisiert werden, forderte Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing. Das würde Antworten zum konkreten Infrastrukturbedarf, "aber auch zu der Frage der Wirtschaftlichkeit von Ladesäulen liefern. Denn diese Frage ist bisher völlig unbeantwortet." (dpa)

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Ladeinfrastruktur:





Fotos & Videos zum Thema Ladeinfrastruktur

img

AUTOHAUS next: Ladeinfrastruktur verstehen und planen (Trailer)

img

Ladeinfrastruktur Steckertypen

img

BMW iX3 Concept

img

Testfahrt mit dem Opel Ampera-e


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Markenausblick VW

Unter Strom

Volkswagen setzt auf E-Mobilität. Und das mit einer fast schon erschreckenden Konsequenz. Unsere Vorschau auf die nächsten Jahre zeigt: Die Volumenmarke bringt jede...


img
Personalie

Führungswechsel bei Vergölst

Frauke Wieckberg übernimmt von 2021 an die Leitung des Reifen- und Autoservicespezialisten. Vorgänger Lars Fahrenbach verlässt den Continental-Konzern.


img
China-Transporter

Maxus-Importeur will durchstarten

Bislang war die SAIC-Marke Maxus mit dem EV80 hierzulande vertreten. Der chinesische E-Transporter lief unter anderem beim Langzeitmiet-Anbieter Maske Fleet. Nun...


img
ASA-Verband

Digitalisierung und Corona im Fokus

Der Fachbereich "B2B Smart Services" des Bundesverbands der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen hat sich zu seiner Jahreskonferenz getroffen.


img
Podcast Autotelefon

Mit Mesut Özil ans Cap Formentor?

Stefan Anker und Paul-Janosch Ersing unterhalten sich im Autotelefon-Podcast am Telefon über kleine und große Autos und alles, was dazu gehört. Die beiden Journalisten...