Alles hat ein Ende ...

29.08.2008 12:02 Uhr

Alles hat ein Ende ...

Bislang hörten Opel-Kombis stets auf den Namen Caravan. Beim Insignia rücken die Rüsselsheimer erstmals davon ab. Der Caravan "mutiert" dort zum lifestyligen Sports Tourer.

Neues Auto, neuer Name: Opel legt beim Insignia seine traditionelle Kombi-Bezeichnung Caravan ad acta. Und so heißt die dritte Karosserievariante des Insignia, die auf dem Pariser Automobilsalon (4. bis 19. Oktober) Weltpremiere feiert, nicht mehr Caravan, sondern ganz lifestylig Sports Tourer.

Ob es reicht, dem Kind einen anderen Namen zu geben, wird sich zeigen. Bei Opel jedenfalls ist man vom Erfolg des speziell für das Flottengeschäft ungemein wichtigen Kombiablegers überzeugt, zumal er laut GM-Design-Chef Mark Adams als eigenständiges Modell und nicht einfach als die Kombi-Version einer Limousine entwickelt wurde.

In der Tat zeigen die ersten Bilder eine ausgesprochen dynamische, ab der B-Säule eigenständige Gestaltung von Karosserie und Türen. Besonders stolz ist man im Hause Opel auf das "schwungvoll und selbstbewusst gezeichnete" Heck mit großer, wie beim Audi Q7 bis in die Flanken herumgezogener Heckklappe und den darin vollständig integrierten Rückleuchten.

Laut Opel bietet der Insignia Sports Tourer genügend Platz für fünf Passagiere und mindestens 540 Liter Ladevolumen im Heck. Das sind zehn Liter mehr als beim Vectra Caravan (530 Liter). Über den maximalen Stauraum schweigt man sich noch aus. Er dürfte jedoch wie beim Vectra Caravan rund 1.850 Liter betragen. Mit 4,91 Metern ist der Sports Tourer – bei identischem Radstand von 2,74 Metern – rund acht Zentimeter länger als die Limousine. Das Längenplus gegenüber dem Vectra Caravan beträgt sieben Zentimeter.

Auch mit Allradantrieb

Die Inneneinrichtung und das Fahrwerk übernimmt der Kombi von den Stufen- und Fließheck-Modellen. Fest steht zudem, dass es den Insignia Sports Tourer bereits zur Markteinführung im Frühjahr nächsten Jahres – inoffiziell ist von Anfang März die Rede – gegen Aufpreis mit Allradantrieb und elektronischem Flex-Ride-Dämpfersystem geben wird. Letzteres bietet dem Fahrer neben der Basisabstimmung die Wahl zwischen dem Komfort-Modus "Tour" und der "Sport"-Einstellung, die über "Modifikationen" bei Lenkung, Gaspedal-Ansprechverhalten und Beleuchtungsfarbe der Armaturen ein aktiveres Fahrerlebnis vermitteln soll.

Die bekannte Insignia-Motorenpalette – darunter ein in drei Leistungsstufen (110, 130 und 160 PS) erhältlicher Zweiliter-Common-Rail-Diesel – wird zum Start des Sports Tourer um zwei weitere Triebwerke ergänzt. Dabei soll es sich um einen modifizierten V6-Selbstzünder sowie einen komplett neu entwickelten aufgeladenen 1.6-Liter-Benziner handeln, dem 150 PS nachgesagt werden. Laut Opel soll der Vierzylinder mit einem downsizingtypisch niedrigen Verbrauch glänzen. Außerdem wird es kurz darauf zusätzlich eine Ecoflex-Version mit, nach offiziellem Bekunden, bemerkenswert günstigen Verbrauchs- und CO2-Werten geben. Genaueres dazu wollte man in Rüsselsheim jedoch noch nicht preisgeben.

Definitiv fest steht dagegen, dass parallel zur Einführung des neuen Sports Tourer in der Insignia-Familie die "Opel Eye"-Kamera Premiere feiern wird. Sie erkennt Verkehrsschilder und warnt den Fahrer, wenn er ungewollt von der Fahrspur abweicht. Andere innovative Technologien für die Insignia-Modelle sind laut Opel unter anderem die neueste Generation AFL-Scheinwerfer, die auf unterschiedliche Verkehrsbedingungen automatisch mit neuen verschiedenen Lichtfunktionen reagieren, sowie die besonders rückenfreundlichen ergonomischen Sportsitze mit AGR-Prüfsiegel zu günstigen Einstiegspreisen.

Was der Sports Tourer kostet, wird Opel nach eigenen Angaben frühestens auf dem Pariser Salon verraten. Bleibt es beim bisherigen Aufpreis für den Kombi – beim Vectra betrug er gegenüber dem Fünftürer zuletzt 756 Euro – dürfte der Einstiegspreis für den eleganten Insigna Sports Tourer knapp über 20.000 Euro betragen. RED

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