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Tankkarten 2021: Tanken und zahlen in einem

Nicht jeder Nutzer will per App seine Tankrechnung bezahlen, aber es werden mehr - und die Kartenanbieter reagieren darauf.
© Foto: Montri/Adobe Stock

Auch wenn die anhaltend günstigen Kraftstoffpreise die gute Laune der Vielfahrer steigern wird, bieten immer mehr Tankkarten auch ein mobiles Bezahlen an. Den Weg in den Shop kann man sich so sparen.


Datum:
17.08.2020
Autor:
rs
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Zahlen per App, also mobiles Bezahlen oder Mobile Payment, zählt aktuell zu jenen Leistungen, welche die Tankkartenanbieter aufrüsten, sofern sie es noch nicht allein oder über Partner anbieten. Agip bietet wie beispielsweise Jet, OMV, Roadrunner, UTA und Westfalen noch kein mobiles Bezahlen an. Esso gehört ebenfalls zu den Abstinenten, setzt aber neuerdings auf eine Prepaid-Karte.

Die Aral-Muttermarke BP fährt in einigen Märkten Piloten zum Thema Mobile Payment. "Mobiles Bezahlen ist ein wichtiges Thema und die Resonanz der Kunden in den Pilotmärkten ist positiv. Nach Abschluss dieser Testphase werden wir die Ergebnisse auswerten und planen derzeit, auch in Deutschland mobiles Bezahlen über eine eigene App anzubieten", blickt Christian Calberg, Vertriebsleiter Truck & Bus Deutschland, voraus. Seitens Avia heißt es auf Anfrage, sei mobiles Bezahlen an den Tankstellen über E-Wallet-Lösungen von Google Pay oder Apple Pay mit erkennbar positivem Kundenfeedback möglich. "Im Flottensegment befinden wir uns mit unserer Avia Card im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium einer Mobile-Payment-Lösung. Ein Launch der App erfolgt sukzessive im 4. Quartal 2020", gibt sich Josef Grünberger, Leiter Marketing & Tankstellen bei Avia Deutschland, optimistisch.

Bei der Baywa ist man diesen Weg schon vor ein paar Jahren gegangen. So erklären die Münchener: "Wir bieten mobiles Bezahlen in Form einer digitalen Tankkarten-App an, die wir gemeinsam mit dem Partner Hectronic entworfen und entwickelt haben. Seit der Einführung Anfang 2018 haben wir bis dato rund 10.000 Downloads verzeichnet."

Aus Ratingen ist hierzu Folgendes zu hören: "Der DKV bietet in Kürze über eine App-Lösung eine digitale Tankkarte an. Wir verbinden über einen Mobile Payment Hub unser Abrechnungssystem mit den Kassen- und Säulensystemen der Tankstellenbetreiber, die dadurch keine teuren Backend- Lösungen an ihrer Kasseninfrastruktur vornehmen müssen, sondern das Angebot ohne großen Aufwand nutzen können."

Gleich auf drei Partner setzt HEM, wie Carsten Pohl, Geschäftsführer Deutsche Tamoil berichtet: "Die Digitalisierung von Mobilitätsangeboten schreitet unaufhaltsam voran. Daher arbeiten wir bei HEM bereits seit längerer Zeit intensiv an digitalen Themen, zum Beispiel dem Bezahlen an der Zapfsäule: Hier akzeptieren wir inzwischen an mehr als 350 HEM-Tankstellen die drei in Deutschland verfügbaren, markenunabhängigen Apps Ryd, Bertha und Pace (connected fueling). Darüber hinaus haben wir eine Kooperation mit Pay Pal begonnen. Die intelligente Zahlungsmethode stellt für die Deutsche Tamoil einen essentiellen und strategischen Partner innerhalb der digitalen Entwicklung unserer zukünftigen Lösungen dar."

Schnittstellen zum Kunden

Zum Lager jener, die noch in den Startlöchern stehen, gehört Hoyer. "Wir befinden uns kurz vor der Implementierung und können Mobile Payment demnächst an unseren Stationen anbieten", erklärt Thomas Reichert, Management Board Hoyer Card Europe. Ähnliches ist seitens Roadrunner zu vernehmen: "Wir sind derzeit in Vorbereitung einer Lösung für das Mobile Payment", gibt Ingo Meyer, Geschäftsführer Roadrunner Service, zu Protokoll. "Wir rechnen damit, dass unsere Kunden unsere künftige App nutzen, aber es auch eine Fokussierung auf dann bewährte Zahlungssysteme geben wird, in denen wir als Zahlungsfunktion mit unseren vielfältigen Dienstleistungen aufgeschaltet werden könnten."

Eine solche Strategie, nah an den bestehenden Systemen des Kunden, setzt auch Shel l um, wie Rainer Klöpfer, Geschäftsführer Euro Shell Deutschland, berichtet: "Wir bieten sowohl unseren Endkunden als auch Geschäftskunden mobiles Bezahlen in Form von Shell Smart Pay an. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und bieten Großkunden eine Implementierung von Shell Smart Pay in ihren eigenen Apps an. Für diesen Service entwickeln wir Programmierschnittstellen, die eine Integration in andere Systeme ermöglichen. Wir haben die Software für kontaktloses Bezahlen und stellen diese gern unseren Kunden zur Verfügung - auch zur Nutzung in ihren eigenen Apps."

Kostenkontrolle in Echtzeit

An der Zapfsäule bei Total darf auch das Handy gezückt werden, wie es aus der Berliner Zentrale heißt: "Total bietet seinen Tankkartenkunden die Möglichkeit, mobil zu zahlen. Mit der Total E-Wallet können die Kunden ihre Betankung mobil mit der in der E-Wallet hinterlegten Total Card zahlen. Neben dem schnellen Bezahlvorgang per Smartphone direkt an der Zapfsäule bietet die in die E-Wallet integrierte Tankkarte Sicherheit vor Fehlbetankungen oder Tankbetrug. Eine schnelle Verfügbarkeit sowie die Kontrolle der Transaktionshistorie in Echtzeit sprechen ebenfalls für die digitale Karte."

Die große Anbieter-Übersicht "Tankkarten 2021" finden Sie im PDF-Download unten!

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