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Ausgabe 07/2017

Rausgeputzt

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© AUTOFLOTTE

Peugeot hat seinen kompakten 308 überarbeitet. Optisch hat sich nicht so viel getan, dafür hat der Importeur den Diesel auf Euro 6 getrimmt und diesen nicht nur sauber, sondern auch laufruhig gemacht.

_ Nein, auf den ersten Blick ist die überarbeitete Peugeot-308-Generation wirklich nicht gleich als solche zu erkennen. Die einzig markanten Indizien sind der nun von der Motorhaube in den Kühlergrill gewanderte Marken-Löwe und der Tankdeckel. Der hat seine runde Form gegen eine eckige getauscht, und das nicht ohne Grund: Künftig muss unter der Klappe die Adblue-Einfüllöffnung Platz finden. Denn die eigentlichen Neuerungen im Rahmen der Modellpflege fanden unter der Motorhaube statt.

Sauberer Diesel

So zieht in den ab September weiterhin als klassischen Kompakten und für rund 850 Euro mehr auch als Kombi erhältlichen 308 ein neuer 1,5-Liter-Diesel ein, der als erster PSA-Motor die nächste Ausbaustufe der Euro-6-Norm erfüllt. Euro 6c gilt ab September zunächst für ganz neue Modelle und ab Herbst 2018 für alle Neuzulassungen. Das heißt: Über kurz oder lang wird der neue Vierzylinder den bekannten 1,6-Liter-Selbstzünder komplett aus dem Programm verdrängen.

Den Anfang macht er mit 130 PS, später folgt eine 100-PS-Variante. Vorteil für den Kunden: Der neue Diesel läuft nicht nur besonders sauber, sondern auch ausgesprochen kultiviert. So ruhig und vibrationsarm, dass man mitunter mit nur knapp 1.000 Umdrehungen dahinrollt und sich beim Gasgeben wundert, wo denn die Kraft geblieben ist. Ein beherzter Griff zum Ganghebel aber reicht und die 300 Newtonmeter Drehmoment legen sich wieder richtig ins Zeug und erlauben schwungvolle Zwischensprints.

Neue Achtgang-Automatik

Ab dem kommenden Jahr wird die 1,5-Liter-Version mit einer neuen Achtgang-Automatik erhältlich sein, die ihr Debüt zuvor in Kombination mit dem 180-PS-Zweiliter-Aggregat gibt, der dann ebenfalls die 6c-Norm erfüllt. Auf unserer ersten Runde zeigte sich der Wandler nochmal spürbar komfortabel als das bisherige Sechsstufengetriebe und Sprit sparen soll er außerdem. Ebenfalls überarbeitet hat Peugeot den 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner. Zwar bleibt es bei den bekannten 130 PS, doch sorgt ein neues Schaltgetriebe für weniger Durst und ein Partikelfilter für sauberere Abgase. Der kleine Turbo macht bei den Otto-Motoren den Auftakt in Sachen Euro 6c, nach und nach werden aber auch die anderen Triebwerke umgerüstet. Eingepreist sind die neuen Aggregate bislang noch nicht, doch dürfte der neue Diesel bei rund 20.500 Euro beginnen. Für den gefilterten Otto sollte man knapp 19.000 Euro einkalkulieren.

Mehr Assistenten

Neben den Antrieben haben die Franzosen beim Infotainment und den Assistenzsystemen nachgebessert. Wie gehabt, ist ab der zweiten Ausstattungslinie der Touchscreen in der Mittelkonsole Serie, der allerdings durch eine neue Generation ersetzt wurde. Gängige Smartphones lassen sich problemlos mit dem System verbinden, die Bedienung ist allerdings nicht immer ganz logisch. Neu im Angebot sind die Tempolimiterkennung, die auf Wunsch direkt mit dem Tempomaten kommuniziert. Außerdem lenkt der Peugeot jetzt sanft gegen, wenn er von seiner Spur zu driften droht und auch das Einparken kann man dem 308 überlassen. Erhältlich sind die Sicherheitssysteme in zwei Paketen für alle Varianten außer der Basis-Version, die Preise liegen bei 294 bis 908 Euro. Schade: Den praktischen Abstandstempomat (546 Euro) gibt es nur für die dritte von vier Ausstattungslinien.

Die nur für die beiden schwächsten Motoren erhältliche Basis-Version fährt mit elektrisch einstellbaren Spiegeln, Bluetooth-Anschluss, Geschwindigkeitsregler, Radio und Klimaanlage ganz ordentlich ausgestattet vor. Die meisten Extras und die nicht weniger als 13 Ausstattungspakete stehen dann aber nur für die teureren Linien des Peugeot 308 zur Wahl.

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