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von 20: Wer mit dem Kia EV 9 GT unterwegs ist, bleibt kaum unbemerkt: Mit über fünf Metern Länge und knapp zwei Metern Breite gehört die Parkplatzsuche in engen Innenstädten nicht unbedingt zu seinen Lieblingsdisziplinen. Tiefgaragen und schmale Parkbuchten verlangen Aufmerksamkeit.
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von 20: Der Fünfmeter-Koloss wirkt beinahe ein bisschen einschüchternd. Familienauto? Ja. Aber genauso gut ein Shuttle für den gewerblichen Einsatz. Ab 90.500 ist dieser Allrad angetriebene Elektriker mit 508 PS übrigens zu haben.
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von 20: Massig wirkt auch die Kehrseite. Die Abmessungen exakt im Detail: 5,02 Meter Länge, die Breite liegt bei 1,98 Meter (ohne die Außenspiegel, also Vorsicht beim Durchfahren von Toren oder bei Befahren von Autobahn-Baustellenspuren), die Höhe beträgt 1,76 Meter.
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von 20: Erfreulich ist nicht nur, dass die Heckklappe weit nach oben schwingt, sondern auch, das der Kia EV 9 GT als formidable Zugmaschine funktionieren darf: 2.500 Kilogramm beträgt die Anhängelast, die Stützlast liegt bei 115 Kilogramm. Den WLTP-Verbrauch gibt Kia kombiniert mit 21,7 kWh pro 100 Kilometer an; bei unserer Testfahrt über gut 1.000 Kilometer waren es (bei hohem Autobahnanteil) 25,5 kWh, ein durchaus erfreulich niedriger Wert für ein Fahrzeug dieses Gewichts und dieser Ausmaße.
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von 20: Nicht wirklich praktisch und auch aerodynamisch mit kaum messbaren Vorteilen sind versenkbare Türgriffe, die es wohl bald aus sicherheitstechnischen Gründen nicht mehr geben wird.
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von 20: Das gilt natürlich erst recht für die neongrünen Bremssättel. 380 Millimeter messen die Scheibenbremsen vorne, für die Verzögerung hinten bietet der koreanische Autobauer Bremsen mit 360 Millimetern Durchmesser.
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von 20: In dieser Konfiguration als Sechssitzer passen 333 Liter hinten rein. Maximal sind es 2.393 Liter. Weniger schön dagegen sind die im Kofferraum verbauten Plastik-Haken und Ösen, die sehr billig wirken. Unter dem Laderaumboden gibt es noch etliche Fächer, darin lässt sich zum Beispiel die Laderaumabdeckung gut verstauen, das ist praktisch. 492 Kilo dürfen übrigens in dieser Sechssitzer-Variante dazu geladen werden.
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von 20: Wem das an Raum und Platz noch nicht ausreicht, wird unter der Motorhaube fündig: Dort hält Kia einen 52-Liter-Frunk bereit, in dem sich zum Beispiel das Ladekabel verstauen lässt.
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von 20: Eine Paradedisziplin des Kia mit 800-Volt-System ist seine Ladepower: Mit maximal 210 kW lässt sich der große 100 kWh Akku befüllen. Das ist nicht (mehr) Weltklasse, die Ladekurve bleibt allerdings bis knapp über 70 Prozent SoC bei etwa 150 KW. Insofern muss für den Ladevorgang nicht allzu viel Zeit eingeplant werden, Kia nennt 24 Minuten für die "Füllung" von zehn auf achtzig Prozent. Die AC-Ladung dagegen ist dreiphasig mit 11 kW möglich.
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von 20: Vor dem Fahrer spannt Kia eine breite Displaylandschaft auf. Zwei 12,3-Zoll-Bildschirme übernehmen Instrumente und Infotainment, dazwischen sitzt ein 5,3-Zoll-Display für die Klimafunktionen. Grundsätzlich ist das System übersichtlich aufgebaut, die Menülogik erschließt sich nach kurzer Eingewöhnung. Auch die Sprachsteuerung arbeitet zuverlässig. Das schmale Klimadisplay ist (nicht nur in diesem Modell) je nach Lenkradposition teilweise leider etwas verdeckt und daher nicht gut bedienbar.
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von 20: Während das Exterieur durchaus Aufmerksamkeit sucht, gibt sich der Innenraum deutlich zurückhaltender. Dunkle Materialien, Alcantara-Akzente und grüne Kontrastnähte schaffen eine moderne Atmosphäre, ohne den sportlichen Anspruch übertrieben in Szene zu setzen. Gut gefallen haben die bequemen Langstrecken-tauglichen Sitze. Die werden übrigens in allen Reihen komplett elektrisch verstellt, geklappt und verschoben.
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von 20: Seine größte Stärke zeigt der EV9 GT ohnehin beim Raumangebot. Der 3,10 Meter lange Radstand schafft vor allem in den ersten beiden Reihen ein ausgesprochen großzügiges Platzgefühl. Auch die dritte Reihe ist mehr als eine Notlösung. Kinder, Jugendliche oder kleinere Erwachsene kommen dagegen gut zurecht. Ist Reihe zweit weit (elektrisch) nach vorne geschoben, lässt sich Reihe drei auch einigermaßen komfortabel besteigen; ein wenig Gelenkigkeit schadet dabei natürlich nicht.
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von 20: Eine weiter Stärke des riesigen Kia EV 9 GT: Es gibt in wirklich fast jeder Nische und Ecke reichlich Ablagen, Fächer, Becherhalter. In Reihe zwei ist dieser herausziehbare, beleuchtete kleine "Tisch" mehr als praktisch.
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von 20: Ähnlich viel Platz gibt es auch in Reihe eins: Die Mittelkonsole bietet nicht nur zwei Cupholder mit verstellbaren Halterungen, sondern auch Platz für induktiv zu ladende Handys sowie eine Armlehne mit darunter liegendem Staufach. Und davor findet sich eine Wanne, die weiteren Stauraum preisgibt.
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von 20: Positiv: Kia hält weiterhin nicht nur an separaten Bedienelementen für Lautstärke und Klimatisierung fest, sondern setzt auch auf physische Tasten für die Bedienung von elektrischen Fensterhebern, Spiegelverstellung oder Sitzheizung und -Lüftung. Das ist inzwischen alles andere als selbstverständlich und nach wie vor die beste Lösung.
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von 20: Zwei Elektromotoren, Allradantrieb, 374 kW beziehungsweise 508 PS und 740 Newtonmeter Drehmoment: Die technischen Daten lassen keinen Zweifel daran, dass der EV9 GT kräftig motorisiert ist. Beim Druck auf die giftgrüne GT-Taste schärft der EV 9 GT nochmals sein Profil: Wie von der Tarntel gestochen stürmt der Wagen dann zwar nicht voran, dafür ist der Korea-Koloss mit seinen mindestens 2,7 Tonnen (mit Besatzung wird die 3-Tonnen-Marke geknackt) viel zu schwer. Ziemlich dynamisch geht es aber dennoch zu Sache.
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von 20: Heizung, Belüftung und ausklappbare Beinauflagen machen die vorderen Sitze zu echten Reisesesseln. Die Massagefunktion bleibt allerdings den vorderen Plätzen vorbehalten, entlastet den Rücken des Fahrers angenehm auf längeren Touren.
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von 20: Zum GT gehören auch das Virtual Gear Shift und ein in mehreren Stufen einstellbarer künstlicher Motorsound über die Meridian-Anlage (die gerne etwas kraftvoller klingen dürfte). Beides ist technisch ordentlich umgesetzt, gebraucht hätte es der EV9 GT allerdings nicht.
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