suchen
Fahrbericht Jaguar E-Pace

Jetzt auch in sparsam und noch stärker

7
1180px 664px
Jaguar bietet den E-Pace nun auch als Plug-in-Hybriden an.
©

Der Jaguar E-Pace wird markanter, bekommt neue Antriebe und verbessertes Infotainment. Und ist jetzt auch mit Stecker erhältlich.

Um die Neuerungen des mindestens 32.596 Euro netto teuren Jaguar E-Pace (Diesel mit 120 kW / 163 PS und Schaltgetriebe) zu erkennen, muss man schon genau hinsehen. Am besten achtet man auf das LED-Tagfahrlicht mit der so genannten "doppelten J-Signatur", das ist nämlich recht prägnant. Außerdem leuchten die LED-Scheinwerfer als Matrix-Einheiten hochadaptiv, wenn der Käufer das möchte und je nach Modell zwischen 663 und 1.344 Euro netto extra bezahlt.

Während die konventionellen Benziner und Diesel mit bis zu 221 kW / 300 PS – Verbrauch gemittelt zwischen fünf und 7,9 Litern je 100 Kilometer – weitgehend unangetastet blieben, hat sich ein besonders sparsames Modell in die Palette geschlichen, das mit 227 kW / 309 PS gleichzeitig das stärkste und mindestens 49.025 Euro netto auch das teuerste ist. Dass es sich angesichts der Verbrauchsangabe von zwei Litern Super pro 100 Kilometer um einen so genannten Plug-in-Hybriden handeln muss, ist offensichtlich.

Fleißiges Nachladen als Voraussetzung

Eine Ladung ist gut für 55 Kilometer nach WLTP-Maßstab. Immerhin lässt sich die gut 12 kWh (netto) große Batterie binnen dreißig Minuten von 0 auf achtzig Prozent Kapazität bringen. Fleißiges Nachladen an externen Stromquellen ist Voraussetzung für die emissionsarme Nutzung über den Lebenszeitraum des Fahrzeugs. Mit der entsprechenden Disziplin geht es.

Verlockend ist, dass der 2,2-Tonner unter dem Einsatz beider Triebwerke eine wahre Sportskanone ist. Nicht nur, dass man dem kaum 4,40 Meter langen Kompakten seine Masse nicht anmerkt und er behände durch Kurven läuft. Unter schwerem Gasfuß legt er mit beachtlicher Vehemenz ab und drückt seine Passagiere in die durchaus kommoden Stühle. Sechseinhalb Sekunden genügen zum Erreichen von Landstraßenhöchsttempo, und auch darüber lässt der Vorwärtsdrang keineswegs nach. Dass sich der Otto als platzsparendes Dreizylinder-Aggregat unter die Komponenten-Riege mischt, bleibt dank ordentlicher Dämmung akustisch verborgen. Allein die Koordination der beiden Kraftquellen samt Übersetzungen der obligatorischen Achtgang-Automatik will nicht immer völlig ansatzlos gelingen, und so muss man gelegentliche Zugkraftunterbrechungen mit einpreisen.

Bildergalerie

Bezüglich des Fahrkomforts gelten für den überarbeiteten E-Pace gleiche Bedingungen wie ehedem: Er bietet im Verhältnis zu den Außenabmessungen einen erwachsenen Innenraum und ist sich mitnichten zu fein, um selbst viele hundert Kilometer am Stück solide Dienste zu leisten. Am Infotainment indessen haben die Techniker gearbeitet und die Bedienung drastisch simplifiziert. Auf viel Display – ausladender, gestochen scharfer Monitor in der Mittelkonsole plus Kombiinstrument – kommt der User nun einfacher zum (Bedienungs-)Ziel. Optional (1.168 Euro) unterstützt das Head-up-Display bei der Vermittlung von Informationen. Sämtliche Wunschziele landen jetzt schneller im Navigationssystem, das sich übrigens häufig gefahrene Routen merkt.

Mehr Premium-Gefühl

Grundsolide Materialverarbeitung verströmt mehr Premium-Gefühl als früher, das gilt sowieso, wenn der Kunde die belederte Armaturentafel wählt. Mit dem auf die hochglänzende schwarze Dekor-Fläche aufgebrachten Schriftzug "est. 1935" gibt der Hersteller einen dezenten Hinweis auf die Jahrzehnte alte Geschichte der Marke Jaguar.

Wer den sparsamsten E-Pace kauft, belastet das Portemonnaie am stärksten. Verfügt man ohnehin nicht über die nötige Ladeinfrastruktur und kann mit solch hoher Antriebsleistung wenig anfangen, wird man definitiv auch mit einem der günstigeren und schwächer motorisierten E-Pace glücklich. Inklusive aller Förderungen vergünstigt sich der P300e AWD um immerhin 5.925 Euro (brutto), und Firmenwagen-Fahrer versteuern ihren Prozentpunkt für die pauschale Privatnutzung auf Grundlage des halbierten Brutto-Listenpreises. So erweist sich der genügsame Leistungskönig auch noch als veritabler Preis-Leistungskönig.

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema SUV:

Modellplaner



Fotos & Videos zum Thema SUV

img

Skoda Enyaq Coupé iV (Vorserie)

img

MG Marvel R (Fahrbericht)

img

Dacia Jogger

img

Smart Concept #1

img

Genesis GV60

img

Opel Grandland (2022) - Fahrbericht


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2021 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Wasserstoff-Strategie

Regierung zieht positive Zwischenbilanz

Deutschland soll zum Leitmarkt und Leitanbieter bei grünem Wasserstoff werden. Dabei habe man schon viel erreicht, heißt es aus dem Bildungsministerium. Der Wasserstoffbeauftragte...


img
Allianz

Elektroautos haben höhere Reparaturkosten

Ohne staatliche Subventionen wären Elektroautos beim Kauf teurer als herkömmlich motorisierte Autos. Höhere Kosten drohen aber auch bei Reparaturen.


img
Chipmangel

VW-Stammwerk verlängert Kurzarbeit

Wegen des anhaltenden Halbleitermangels fährt VW an seinem Stammwerk in Wolfsburg in der kommenden Woche nur die Frühschicht einer Montagelinie. Alle anderen Bänder...


img
Mobilitäts- und Fuhrparkmanagement

Neuer Vorstand beim VMF

Der Branchenverband hat sich in den vergangenen Jahren neu ausgerichtet und um weitere Mobilitätsaspekte erweitert. Diesen Weg will der neue Vorstand mit Frank Hägele...


img
Mercedes-Benz Vans

Ladeflatrate für gewerbliche E-Transporter

In Kooperation mit dem Start-up elvah bietet Mercedes Käufern eines neuen eVito oder eSprinter Kastenwagen mit Nutzfahrzeugzulassung 24 Monate kostenloses Laden...