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Shell testet Bezahl-Luftdruckgeräte

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Modellprojekt: Nach einem halben Jahr will Shell Bilanz ziehen.
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Shell will in den kommenden sechs Monaten an zehn ausgewählten Tankstellen kostenpflichtige Reifenluftdruckgeräte aufstellen.

An einigen wenigen Tankstellen in Deutschland wird schon seit längerem Geld fürs Luftaufpumpen verlangt - jetzt wagt sich bundesweit auch erstmals ein großer Mineralölkonzern auf dieses Gebiet vor. Der Energieriese Shell will in den kommenden sechs Monaten an zehn ausgewählten Tankstellen nahe der niederländischen Grenze kostenpflichtige Reifenluftdruckgeräte aufstellen. "Soweit wir hören, schätzen die Kunden an den Stationen, die entsprechende Automaten installiert haben, dass die Geräte jederzeit verfügbar sind", sagte Shell-Sprecher Matthias von Glischinski-Kurc am Dienstag. Bereits jetzt setzen nach Unternehmensangaben zehn weitere Shell-Tankstellen auf den Reifendruck gegen Bezahlung. Deutschlandweit sind es lediglich rund 200 Tankstellen - "von mehr als 14.000 bundesweit", wie der Rechtsexperte des Bundesverbandes Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche (BTG), Thomas Drott, der dpa sagte. Autofahrer zahlen in der Regel 1 Euro für 5 Minuten Luft. Shell will das Ganze innerhalb der nächsten sechs Monate nun zu einem Modellprojekt ausweiten, um Erfahrungen zu sammeln. Nach einem halben Jahr solle Bilanz gezogen werden. Die meisten Pächter und Tankstelleninhaber haben einen Vertrag mit der Firma Air-Serv, die auf Wunsch entsprechende Geräte aufstellt. Der Automobilclub ADAC kritisierte die zusätzlich anfallenden Kosten für Autofahrer: "Der ADAC lehnt das ab. Man fragt sich, wofür man noch alles zahlen soll? Ein bisschen Service muss sein, die Kraftstoffpreise sind hoch genug", sagte ein Sprecher. (dpa)

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