DS Automobiles stellt die Weichen für die Zukunft: Die Marke, die lange Zeit als Premiumableger von Citroën firmierte und seit 2014 eigenständig auftrat, rückt organisatorisch wieder näher an ihre Konzernschwester heran. Ab 2026 werden Citroën und DS Automobiles unter einer gemeinsamen Managementstruktur geführt. Ziel ist es, Synergien stärker zu nutzen und gleichzeitig die jeweilige Markenidentität zu schärfen.
Seit September 2026 verantwortet Xavier Chardon neben seiner Funktion als CEO von Citroën auch die Leitung von DS Automobiles. Er sieht in der Bündelung der Führungsstrukturen die Chance, gemeinsame Potenziale besser auszuschöpfen: "DS Automobiles und Citroën unter einer gemeinsamen Managementstruktur zusammenzuführen, bietet uns eine einzigartige Chance: Synergien dort zu maximieren, wo sie sinnvoll sind, und gleichzeitig die Identität und Eigenständigkeit unserer beiden Marken weiter zu stärken."
DS No. 7 Fahrbericht (2026)
DS No.7 soll wieder erfolgreich werden
Auch in Deutschland wird dieser Ansatz umgesetzt. Hier hat Thomas Goldboom zusätzlich zu seiner Position als Geschäftsführer der Citroën Deutschland GmbH die Verantwortung für DS Automobiles übernommen. Bei der Präsentation des neuen DS No. 7 machte er deutlich: "DS ist und bleibt eine eigenständige Marke.“ Gleichzeitig betonte er die enge Verbindung zu Citroën und die Vorteile einer engeren Zusammenarbeit.
Passend zur neuen Ausrichtung feiert ausgerechnet das bislang erfolgreichste Modell der Marke seine Neuauflage. Der ehemalige DS 7 Crossback entwickelte sich über Jahre zum Bestseller der Franzosen. Rund 70 Prozent der deutschen DS-Zulassungen entfielen zuletzt auf den großen Crossover. Als DS No. 7 soll dieses Erfolgsmodell nun die nächste Entwicklungsstufe der Marke einläuten.
DS No.7: Angenehm erster Eindruck
Bei einer ersten Ausfahrt hinterließ der Neuzugang einen souveränen und komfortorientierten Eindruck. Mit 4,66 Metern Länge positioniert sich der auf der STLA-Medium-Plattform basierende Crossover zwischen C- und D-Segment. Angeboten wird er sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb. Kunden können zwischen zwei Batteriegrößen, vollelektrischen Varianten und Hybridantrieben wählen.
Seinen Premiumanspruch unterstreicht der DS No. 7 mit hochwertigen Materialien, einer sorgfältigen Verarbeitung und einer geschmackvoll gestalteten Innenraumarchitektur. Preislich startet der Hybrid bei 47.700 Euro, für die elektrische Variante werden mindestens 56.300 Euro fällig.
Wachstumspotenzial sieht DS insbesondere im Vertrieb. Bis Ende 2027 soll das Händlernetz in Deutschland auf das Dreifache anwachsen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die bestehenden Citroën-Partner. "Jeder Citroën-Händler hat eine hohe Affinität zu DS", betont Goldboom. Von der engeren Zusammenarbeit sollen beide Marken profitieren.
Während Citroën traditionell stärker auf Privatkunden ausgerichtet ist, sieht sich DS insbesondere im Flotten- und Gewerbekundengeschäft gut positioniert. "DS ist sehr gewerbekundenlastig und als B2B-Marke stark vertreten", so Goldboom. Daran dürfte auch der neue DS No. 7 wenig ändern. Gleichzeitig will die Marke private Käufer stärker ansprechen und zusätzliche Zielgruppen erschließen. Die Richtung ist also vorgegeben: Mit neuer Führungsstruktur und neuem Flaggschiff startet DS in die nächste Etappe seiner noch jungen Markengeschichte.