DS No.7: Französischer Flair unter Strom

06.05.2026 10:46 Uhr | Lesezeit: 3 min
Hier steht der neue DS No. 7 im Scheinwerferlicht.
© Foto: Timo Bürger

Der DS No. 7 will kein gewöhnlicher Crossover sein. Er setzt auf Modeflair im Innenraum, markante Lichtinszenierung außen und elektrische Reichweiten, die Eindruck machen. Beim Preis zeigt sich der Franzose ähnlich selbstbewusst wie beim Design.

Aus dem DS 7 Crossback wurde der DS 7 und nun wird daraus der DS No. 7: DS Automobiles hat seinen neuen kompakten Crossover enthüllt. Der 4,66 Meter lange "7er" (sieben Zentimeter länger als der Vorgänger, bei einer Breite von 1,90 Metern und einer Höhe von 1,63 Metern) wird künftig nur noch als vollelektrisches Modell oder als Mildhybrid angeboten. Ganz anders als der Vorgänger, den es auch als Plug-in-Hybrid und mit Dieselantrieb gab. Der Bestellstart erfolgt in den kommenden Wochen, bei den Händlern wird der frische Franzose im Spätsommer beziehungsweise Herbst stehen.


DS No.7 (2026)

DS No.7 (2026) Bildergalerie

DS No. 7 als Erfolgsmodell im Portfolio

Mit der Nummer 7 sind bei den DS-Verantwortlichen große Vertriebshoffnungen verknüpft. Schließlich ist dieses Modell der Bestseller im Portfolio: Mehr als 70 Prozent aller DS-Einheiten, die in Deutschland verkauft oder verleast werden, entfallen auf dieses Modell. Und die mit Abstand meisten Käufer sind Gewerbekunden. "DS ist in Deutschland eine Geschäftswagenmarke". Zwar war der DS 7 bislang nicht in den großen Flotten zu Hause, vielmehr schätzen laut DS vor allem Selbstständige, Architekten, andere Kreative sowie Ärzte die gewisse Extravaganz der Stellantis-Marke.

Und tatsächlich bietet der neue DS No. 7 einen besonderen Chic. Unverkennbar ist der Innenraum von der Modewelt ("Haute Couture" würden die DS-Marketingexperten wohl sagen) inspiriert: Feine Materialien wie bayerisches Nappaleder und Alcantara, gedeckte Außenfarben (neu ist "Seidengrün"), edle Verarbeitung, Sitze im Uhrenarmband-Design sowie Holz- oder Aluminium-Dekore, etwa an den Abdeckungen der Focal-Lautsprecher. Die X-förmige Anordnung der Lenkradspeichen ist ungewohnt, aber nicht unangenehm.

Gar keine Frage: Der neue DS No. 7 ist ein Designerstück, in dem viel recyceltes Material, dafür aber kein Chrom verwendet wird. Gleichzeitig will er mit Behaglichkeit punkten. So bietet DS unter anderem einen Nackenwärmer und Akustikverglasung an. Auch die Sitze mit integrierten Kopfstützen und verstellbaren Wangen sind eine Wohltat für den Rücken. "Komfort geht vor", heißt es bei DS Automobiles. Fast überflüssig zu erwähnen, dass der auf der STLA-Medium-Plattform basierende DS No. 7 komfortabel abgestimmt wurde, auf Wunsch mit kamerabasierter Federung.

Neben Design und Komfort darf auch das Thema Raum nicht zu kurz kommen: Vorne sitzt man mit viel Luft um sich herum, hinten kann es für größer gewachsene Passagiere bei der Kopffreiheit etwas enger werden. Immerhin ist der hintere Türausschnitt größer geworden. Praktisch ist die Teilung der Rücklehnen im Verhältnis 40:20:40. Werden diese komplett umgeklappt, ist die Ladefläche nahezu eben. In jedem Fall sorgt das optionale Panoramadach für ein größeres Raumgefühl.

Mit 560 Litern bietet der neue Franzose ein respektables Gepäckabteil, auf einen Frunk verzichten die Franzosen allerdings. Das Ladekabel lässt sich in einem Fach unter dem Laderaumboden verstauen. An vier Klapphaken kann ein Gepäcknetz befestigt werden, um die Ladung zu sichern.

Auch beim Exterieur setzt DS auf Auffälligkeit: Hingucker sind vorne der beleuchtete Kühlergrill "DS Lumina Screen" und die Lichtsignaturen im V-Design. Das Heck wirkt kraftvoll, der Schriftzug "DS AUTOMOBILES" selbstbewusst. Sehr cool wirkt die Zweiton-Lackierung, die Motorhaube und Dach optisch vom Rest der Karosserie absetzt. Insgesamt sorgen viele scharfe Linien für einen sehr zackigen, aber stimmigen Auftritt. Oder, etwas anders formuliert: Der DS 7 sieht gegen den DS No. 7 alt aus.

DS No. 7: Motoren und Ausstattungen

Bei den Motorisierungen setzt DS ausschließlich auf elektrifizierte Antriebe, vor allem auf BEV-Varianten. Drei Leistungsstufen werden für den im italienischen Stellantis-Werk Melfi (insgesamt sollen 90 Prozent aller Fahrzeugteile aus Europ kommen) produzierten Crossover angeboten: von 168 kW/230 PS über 180 kW/245 PS bis zum Topmodell mit 257 kW/350 PS. Letzteres ist ausschließlich mit Allradantrieb erhältlich. Zwei Akkugrößen stehen zur Wahl: 73,7 kWh oder 97,2 kWh. Im besten Fall sind damit bis zu beeindruckende 740 Kilometer Reichweite möglich. Nicht ganz so beeindruckend ist die Ladegeschwindigkeit: Maximal 160 kW sind drin.


DS 8 (Fahrbericht)

DS 8 Bildergalerie

Drei Ausstattungsniveaus bietet DS an, zudem können Kunden unter fünf verschiedenen Interieurs wählen. Optional gibt es nur noch wenige Pakete sowie das bereits erwähnte Panoramadach. Die meisten Funktionen lassen sich über den 18 Zoll großen Widescreen steuern. Rechenleistung und Reaktionszeit des Systems sollen sich verbessert haben. Charakteristisch für DS sind zudem die Pixelvision-Scheinwerfer. Diese für DS Automobiles typische Technologie kombiniert adaptives Kurvenlicht, adaptives Fernlicht, Abbiegelicht und Fernlichtassistent in einem Scheinwerfer.

DS No.7: Das sind die Preise

Preislich geht es bei stattlichen 56.300 Euro für den schwächsten frontangetriebenen DS No. 7 E-Tense FWD in der Ausstattung „Pallas“ los. Wer auf Allrad, große Batterie und maximale Leistung schielt, muss beim DS No. 7 E-Tense AWD Long Range mit mindestens 66.600 Euro rechnen. In höheren Ausstattungsniveaus liegt man dann bei knapp 80.000 Euro.

Deutlich günstiger ist der Mildhybrid mit 107 kW/145 PS, von dem man sich allerdings keine allzu großen Absatzhoffnungen macht: Hier müssen mindestens 47.700 Euro berappt werden.

Der DS No. 7 bleibt also ein bewusst extravagantes Angebot im Crossover-Segment: komfortabel, stilvoll und technisch stärker auf Elektromobilität ausgerichtet. Wer französischen Chic und viel Ausstattung sucht, bekommt ein eigenständiges SUV, allerdings zu selbstbewussten Preisen.

HASHTAG


#Elektroauto

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Autoflotte ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für den Flottenmarkt im deutschsprachigen Raum. Zielgruppe in diesem wachsenden Markt sind die Fuhrpark-Entscheider in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen mit mehr als zehn PKW/Kombi und/oder Transportern. Vorstände, Geschäftsführer, Führungskräfte und weitere Entscheider greifen auf Autoflotte zurück, um Kostensenkungspotenziale auszumachen, intelligente Problemlösungen kennen zu lernen und sich über technische und nichttechnische Innovationen zu informieren.