Ein Berliner Verbundprojekt, bestehend aus Wissenschaftlern der TU Berlin, der Humboldt-Universität Berlin und der Firma Human-Factors-Consult forscht an einem neuen Stauwarnsystem. Die Technik für zuverlässige Stauwarnungen sei längst vorhanden, nur ein praktikables System sei daraus noch nicht entstanden, meint Leon Urbas vom Zentrum Mensch-Maschine-Systeme der TU Berlin. Daher arbeitet er an einem Gerät, mit dem die Staugründe an eine Zentrale oder an andere Fahrzeuge weiter gegeben werden können. So solle unterschieden werden können, ob gerade nur ein paar Wagen auf die nächste Grünphase an der Ampel warten oder ob es auf der Kreuzung einen langwierigen Unfall gegeben hat. Momentan befinde sich ein Gerät in der Testphase, bei dem der Fahrer vier Tasten drücken kann, die über die Ursache des Stillstandes informieren: Unfall, Stau, Baustelle oder vorübergehendes Hindernis. Um frühere Fehler zu vermeiden, war zuvor eine Umfrage unter 300 Autofahrern durchgeführt worden. Diese hatte ergeben, dass viele Konsumenten bereit sind ein Zusatzgerät zu kaufen, wenn es denn zuverlässig vor Stau warnt. Zudem war ein Gerät mit einfacher Bedienung gefragt, das mit einem Einmalpreis als Zusatzausstattung bezahlt wird. (ab)
Berliner Verbundprojekt entwickelt neues Stauwarnsystem
Zusatzgerät soll Staugründe an eine Zentrale oder andere Fahrzeuge weiter geben