Der BMW X5 ist der Liebling der Langfinger. In der Autodiebstahl-Statistik des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft, die gestern in Berlin veröffentlicht wurde, belegt der bayerische Geländewagen gleich Platz eins (4,4), zwei (3,0 D) und sieben (3,0). Konkurrenz bekommt er nur von seinem Markenbruder M3 (Platz vier) oder dem Modell 250 D der E-Klasse von Mercedes (Platz drei). Weniger sorgen müssen sich die Fahrer eines Mazdas (minus 20,1 Prozent), Opels (minus 21,7 Prozent) oder Fiats (minus 24,3 Prozent). Skoda (plus 45,4 Prozent) und Porsche (plus 30,8 Prozent) hingegen sind in der Beliebtheitsskala der Langfinger deutlich gestiegen. Beim Stuttgarter Sportwagenbauer ist es vor allem der Cayenne, der die Diebesherzen höher schlagen lässt und alternativ zum X5 gestohlen wird. Insgesamt ist die Zahl der gestohlenen Fahrzeuge 2004 im Vergleich zum Vorjahr jedoch zurück gegangen. 28.674 entwendete Autos bedeuten einen Rückgang um 9,6 Prozent. Da aber der durchschnittliche Wert der Fahrzeuge angestiegen ist, ging die Entschädigungssumme nur um rund drei Prozent auf 285 Mio. Euro zurück. Neben den noblen Karossen sind aber auch ältere Fahrzeuge bei den Langfingern beliebt – so z.B. der Trabant. Die Klau-Rate liegt beim ostalgischen Gefährt bei 2,1 pro 1.000 Fahrzeugen. Aufgrund nicht vorhandener elektronischer Wegfahrsperren liegt das Klau-Risiko bei zwölf bis 13 Jahre alten Fahrzeugen erheblich höher als bei neueren Modellen. Am meisten sorgen muss sich im Bundesländervergleich die Berliner Bevölkerung um ihre fahrbaren Untersätze. Hier wurden 2004 pro 1.000 Fahrzeugen 3,3 gestohlen. Am sichersten sind die Autos in Bayern (0,4). (ds) Detaillierte Statistiken finden Sie in der Download-Box rechts.
BMW X5: Der Liebling der Autodiebe
Im letzten Jahr wurden weniger, dafür aber teurere Fahrzeuge gestohlen / Mit Übersichtsgrafik