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Das flüsterleise Kraftwerk

Mitsubishi verwandelt den Eclipse Cross zum stromernden Plug-in-Hybriden und bietet zudem für Flotten ein interessantes Gesamtpaket, bestehend aus dem Phev-SUV und Hilfe bei der Ladeinfrastruktur.


Datum:
07.06.2021
Autor:
rs
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Nachdem die Zukunft von Mitsubishi in Europa geklärt ist - Werner H. Frey kündigte als Geschäftsführer von MMD Automobile für 2023 zwei B-Segment-Fahrzeuge auf der Renault-Plattform aufbauend an -, heißt es: Auffrischen der aktuellen Modellpalette. Und das passiert unter anderem beim SUV Eclipse Cross. Die Nummer drei an Verkäufen bei Mitsubishi (nach dem Space Star und dem Outlander) mutiert jetzt nicht nur zum Plug-in-Hybriden, sondern wächst um beachtliche 14 Zentimeter in der Länge, wirkt mit der neu gezeichneten Frontpartie deutlich bulliger und verliert im Heck das Leuchtband, das die Heckscheibe zweiteilte und vermutlich bis dato nicht allzu viele Fans fand.

Besonders bleibt der Japaner dennoch, denn im immer noch kompakten SUV werkeln nun drei Motoren - und das passiert recht harmonisch, wie die kurze Testrunde zeigte. Den Verbrenner-Teil und damit gut 450 Kilometer der Gesamtreichweite von 490 km im Testwagen übernimmt der 2,4-Liter-Benziner, der 98 PS einbringt. Ergänzt wird dieser um ein E-Motoren-Duo, wobei jener im Heck mit 70 kW als spurgebender Teil 10 kW mehr erhält als das Pendant auf der Vorderachse. Dies summiert sich auf 188 PS und sorgt dafür, dass trotz des Eigengewichts von gut zwei Tonnen - denn neben dem Motoren-Trio ist das Allradsystem immer Serie - das SUV weder Anfahrschwäche noch mangelnde Beschleunigung aufweist.

Knapp 50 km im EV-Modus

Das setzt allerdings voraus, dass man nicht schneller als 162 km/h im Hybrid- respektive 135 km/h im EV-Modus fährt und dass zweitens die Batterie geladen ist. Der elektrische Fahranteil - gespeist aus der 13,8- kWh-Batterie - reicht für knapp 50 km. Als Verbraucher kommen im Eclipse nicht nur die typischen Kandidaten im Interieur in Frage wie Klimaanlage, Standheizung (ab dem mittleren Niveau Serie) oder das Zentraldisplay, welches sowohl in seiner überschaubaren Größe wie in der Auflösung etwas angestaubt wirkt. Da das System bidirektional arbeitet, das heißt, es kann auch Energie aus der Batterie abgeben, können wie beim Outlander Phev über eine 230-Volt-Steckdose an Bord beliebige Elektrogeräte betrieben werden. Das geht mit dem Chademo-System, das fürs Schnellladen mit maximal 26,5 kW sorgt. Im AC-Bereich mit 230 Volt und 16 Ampere einer Wallbox braucht die entleerte Batterie gut vier Stunden - hier übernimmt der Typ-2-Stecker den Energietransfer.

Da der Stecker gerade beim Dienstwagen die erste Option sein sollte, schnürt Mitsubishi für den komplexen Bereich des in- und aushäusigen Ladens ein Gesamtpaket mit dem griffigen Slogan des "Wirkümmern-uns-Versprechen". Mit dem Partner Maingau Energie gibt es an bundesweit 30.000 Ladepunkten (europaweit 100.000 Ladepunkte) den AC-Strom für einheitlich 38 Cent, den DC für 48 Cent je Kilowatt. Als Berechtigung dient ein Token, der an den Fahrzeugschlüssel passt. Wer einen Ökostromtarif mit den Hessen abschließt, lädt jeweils zehn Cent günstiger (28 Cent AC, 38 Cent DC). Eine passende und auf Mitsubishi gemünzte App zum Finden der Säulen wird es ebenso geben wie eichrechtskonforme Ladesäulen. 43 Liter Benzininhalt sind indes für einen Plug-in-Hybriden lediglich durchschnittlich, ebenso ist die Anhängelast von 1,5 Tonnen zu sehen. Das Wartungsintervall liegt mit 20.000 Kilometern im Rahmen, die Herstellergarantie liegt mit fünf Jahren deutlich über dem Durchschnitt.

Als überdurchschnittlich fair könnte man die Preispolitik bezeichnen. Die "Basis" - neben "Plus" und "Top" eine von drei Niveaus - bringt neben der Phev- und Allradtechnik zahlreiche nützliche Features. Zum Marktstart wird zudem das Einführungsmodell "Intro Edition" interessant sein. Dank des E-Kennzeichens gibt es für die Dienstwagenfahrer die 0,5-Prozent-Versteuerung und beim Kauf einen Bonus von insgesamt 9.000 Euro (4.500 von Mitsubishi). Was die Basis-Version für gut 26.000 Euro in die Flotte bringt - die Einführungs-Edition schlägt mit 30.580 Euro zu Buche.

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