Das Warten hat sich gelohnt
Mit dem i30cw hat Hyundai jetzt seit Langem wieder einen Kombi im Programm.Der praktische Golf-Variant-Konkurrent soll kleinen Flotten schöne Augen machen.
Bei Hyundai war kürzlich noch an der Stelle im Verkaufsprospekt, an der die Konkurrenz ihre Variants und Caravans präsentiert, ein weißer Fleck. Acht Jahre dauerte die Kombi-freie Zeit. Doch dank des i30cw ist damit jetzt Schluss.
Schließlich fokussieren die Koreaner mit ihrem Crossover Wagon neue Zielgruppen – beispielsweise Kleinflotten mit zehn bis 20 Fahrzeugen. Der Schlüssel zu diesen mittelständischen Firmen soll ein neues Gewerbekunden-Programm sein, mit dem der Händler die Fuhrparkchefs seiner Region persönlich anspricht. So können die Autohäuser unter anderem auf Arbeitsvorlagen zurückgreifen oder Finanzierungs- und Leasingkonditionen flexibel mit Hauspreisen kombinieren.
Doch vor allem auf der Straße muss der neue Konkurrent des Golf Variant seine Duftmarke hinterlassen – was ihm, so die ersten Fahreindrücke, gelingt.
Mit dem kultivierten und serienmäßig gefilterten 1.6 CRDi (116 PS) kommt man flott voran, der Fünfganghandschalter wechselt präzise von Gang zu Gang, der Federungskomfort ist okay und das Handling prima. Einzig beim Bordcomputer-Display (Serie) hat es Hyundai ein bisschen zu gut gemeint: So lassen sich die in sanftem Blau gehaltenen Infos mitunter schlecht ablesen.
Ordentlich zugelegt
Die Front des Kombis kennt man vom rund 1.000 Euro günstigeren Fünftürer. Allein in der Länge hat er um 23 Zentimeter auf 4,48 Meter und in der Höhe um neun Zentimeter auf 1,57 Meter zugelegt. Der Radstand wuchs um fünf Zentimeter auf 2,70 Meter, sodass sich größere Fondpassagiere auch als "Hinterbänkler" gut untergebracht fühlen.
Fürs Gepäck stehen 415 bis 1.395 Liter Volumen zur Verfügung, womit der i30cw gegen-über Golf Variant (505 bis 1.495 Liter) und Opel Astra Caravan (500 bis 1.590 Liter) das Nachsehen hat. Mit einer Ladekantenhöhe von 62 Zentimetern lässt sich der Koreaner dennoch gut beladen, in der Optionsliste steht für 164 Euro ein Trenngitter.
Üppig fällt die Serienausstattung schon ab der Basis "Classic" aus: unter anderem ABS, ESP, Bremsassistent, sechs Airbags, elektrische Fensterheber vorne, Klimaanlage und CD-Radio.
Die Diesel (Verbräuche siehe Tabelle), von denen der 2.0 CRDi (140 PS, DPF in Serie) erst ab der Ausstattung "Style" erhältlich ist, müssen alle 20.000 Kilometer oder jährlich zum Ölwechsel und alle 40.000 Kilometer oder zwei Jahre zur Inspektion.
Für Fuhrparkleiter besonders interessant: Hyundai offeriert ab Juli zusätzlich einen 90 PS starken 1,6-Liter-Einstiegsdiesel samt Partikelfilter für 14.277 Euro – sicher eine Alternative zu Variant & Co. Wie auch ein möglicher i30 Minivan.PN