Das Prinzip der Fahrgemeinschaft hieß bis zum Start des Internetzeitalters "Trampen" und zielte vordergründig auf den Faktor Glück ab. Mit den ersten Onlinebörsen vereinfachte sich das Verabreden fürs gemeinsame Reisen immens. Dieser Idee, die gleiche Fahrstrecke zusammen zurückzulegen, nimmt sich nun das Start-Up-Unternehmen Pocket-Taxi an und überträgt sie auf den beruflichen Pendlerverkehr in Großunternehmen – sodass Kollegen andere Kollegen zur Arbeit mitnehmen.
Statt in erster Linie Fahrzeuge würden damit Fahrten organsiert. "Mit PocketTaxi eröffnen wir Berufspendlern und Unternehmen neue Möglichkeiten", erklärt Geschäftsführer Stefan Ostwald. "Zum einen werden Autos effizienter genutzt, was den Berufsverkehr und die Umwelt entlastet. Da die Benzinkosten geteilt werden, ist die Fahrgemeinschaft zudem eine echte Alternative zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs."
Praxistest bei Großfirmen in Karlsruhe
Am Testlauf nahmen die Karlsruher Niederlassungen von Siemens und EnBW teil. "Tatsächlich ist das Pocket-Taxi-Angebot bisher nur für die Region Karlsruhe verfügbar. Interessierte Unternehmen, die den Rollout begleiten wollen, sind aber natürlich gerne willkommen", ermutigt Ostwald weitere Firmen, das Konzept auszuprobieren.
Künftig sollen auch Infos des öffentlichen Nahverkehrs in die Software einfließen, sodass jeder Fahrgast einen Anschluss finden kann. Das Programm, welches das spontane Pendeln ermöglichen soll, wurde in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie entwickelt.
Zu den Features zählt unter anderem, dass die eingesparten Fahrten und damit die Kohlendioxidminderung des Fuhrparks gemessen werden. "Das verbessert nicht nur das Unternehmens-Image, sondern spart auch bares Geld", betont Ostwald. (rs)