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Ausgabe 09/2019

Es darf gerne anders sein

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© AUTOFLOTTE

Irgendwo im Neckar-Odenwald-Kreis entstehen Möbel, die sich auf der ganzen Welt sehen lassen können. Das Familienunternehmen "contact to design - Münch Furniture Design" setzt dabei auf eine kleine Flotte Jeep.

Die Gegenstände, die in der Werkstatthalle in Elztal-Dallau im baden-württembergischen Neckar-Odenwald-Kreis entstehen, sind Designobjekte. Man sieht den edlen Materialien und den fein verarbeiteten Oberflächen an, dass der Anspruch an Qualität weitaus wichtiger ist als der Wunsch nach Massentauglichkeit. Hier werden keine Möbel von der Stange zusammengebaut, sondern Kunstwerke. Die meisten Kunden entscheiden sich nicht nur für ein einzelnes Stück, sondern bestellen gleich eine vollständige Inneneinrichtung.

Überzeugungstäter

Der Betrieb von Michael Münch ist keine gewöhnliche Holzwerkstatt. "Ich bezeichne meine Entwürfe ganz gerne als Antiquitäten von morgen", beschreibt der Schreinermeister und Designer seinen nicht ganz alltäglichen Ansatz. Auch bei der Wahl des motorisierten Untersatzes geht Michael Münch eigene Wege: Draußen auf dem Hof parken ein VW Crafter und drei Modelle aus dem Hause Jeep - zwei kompakte Renegade und ein ausgewachsener Wrangler Unlimited. Alle drei sind "Night Eagle"-Sondermodelle mit einer speziellen Beklebung.

"Ich hatte früher schon mal einen Jeep", erinnert sich Münch. "Der CJ-7 war in den 1980er-Jahren das letzte Modell, das noch nicht den heutigen Namen Wrangler getragen hat." Die Faszination für die geländegängigen Autos habe er immer in sich getragen - auch als er mehrere Jahre nacheinander einen Audi A5 als Geschäftswagen fuhr."Für mich ist es schon wichtig, mit dem passenden Auto zu Terminen bei den Kunden zu fahren", verrät Münch. "Ich stehe auf besonderes Design."

Authentizität und Ästhetik

Ist das Design der einzige Grund für die kleine Jeep-Flotte, die der Betrieb seit 2017 unterhält? "Mir gefällt die besondere Ästhetik. Mit dem Wrangler kann ich überall vorfahren - da bin ich nie underdressed", erklärt Münch mit einem Lächeln auf den Lippen. Anders als große SUV wirke ein Jeep aber auch nie überheblich."Die Marke ist für mich einfach authentisch, und das überträgt sich dann bei Kundenbesuchen auf die Außenwirkung unseres Unternehmens." Eine weitere Parallele zwischen den Modellen der US-amerikanischen Traditionsmarke und seinem eigenen exklusiven Angebot sieht der Schreinermeister in den nahezu unendlichen Individualisierungsmöglichkeiten: Sowohl ein Jeep als auch eine komplette Inneneinrichtung oder ein einzelnes Möbelstück ließen sich ganz auf den persönlichen Geschmack abstimmen. "Bei meinem Wrangler habe ich diese Chance ziemlich konsequent genutzt: Die veränderte Front mit dem dunklen Kühlergrill, das höhergelegte Fahrwerk, das spezielle Faltdach und die großen Grobstollenreifen - auch als Ersatzrad am Heck - machen ihn zu einem Unikat."

Sein ganz spezielles Verhältnis zu den USA hat der Designer sogar mit einem eigenen Möbelstück gewürdigt: Die M-Box "for all nations" gibt es auf Wunsch in jeder Landesflagge, die Version der Vereinigten Staaten ist für den Unternehmer jedoch eine Herzensangelegenheit. "Die US-Flagge löst viele Gefühle in mir aus - unendliche Weiten, Abenteuer und Freiheit", verrät Münch. "Sie bringt mit den Stars and Stripes aber auch einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad mit sich - das hat mich zusätzlich angespornt." Für den exakten Blau-, Rot- und Weißton habe er sogar die US-Botschaft in Berlin kontaktiert. Dank des beleuchteten Glassockels scheint die M-Box zu schweben. Das ist Absicht, sagt der Handwerker: "Flaggen dürfen den Boden ja nicht berühren."

Tochter tritt in die Fußstapfen

Die Fäden hinter den Kulissen zieht Ute Hartmann, die Ehefrau des kreativen Künstlers. Sie kümmert sich um Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und den persönlichen Kontakt zu Kunden und Geschäftspartnern. Genau wie Tochter Nicole, die im März ihre Meisterprüfung als Schreinerin abgelegt hat, fährt Ute Hartmann einen Jeep Renegade: "Der kleine Rote ist mir schnell ans Herz gewachsen. Der Wagen fällt aufgrund seiner typischen Form sofort auf im Straßenbild." Nicht zu unterschätzen ist auch der Einfluss der beiden Zwergdackel Dini und Franka, ohne welche die Familie nur sehr selten auf große Tour geht. Auch beim Treffpunkt der Markenfreunde, dem diesjährigen "Camp Jeep", wo Autoflotte das Quintett traf, waren die Vierbeiner mit von der Partie. "Die Inneneinrichtung im Jeep sieht einfach gut aus und lässt sich außerdem leicht reinigen", hebt Münch einen weiteren Pluspunkt seiner Fahrzeugwahl hervor und lädt die beiden Hunde ins Auto.

Michael Münch hat alle drei Jeeps bei Brunold Automobile in Stuttgart bezogen. Das Autohaus ist seit vielen Jahren auf die amerikanischen Geländewagen spezialisiert und hat mehrere Standorte im süddeutschen Raum. "Mir ist ein vertrauensvolles Verhältnis zum Händler genauso wichtig wie zur Marke", begründet der Jeep-Fan seine Entscheidung.

Sowohl für den Wrangler als auch für die beiden Renegade wurde ein Geschäftswagen-Leasing direkt über FCA abgeschlossen. Das so genannte Business-Leasing inklusive GAP-Versicherung läuft bei den Münchs in der Regel über 48 Monate. 60.000 Kilometer sind dann voraussichtlich abgespult worden. Und jeder einzelne mit einem Grinsen im Gesicht, was definitiv nicht jeder Firmenwagenfahrer behaupten kann.

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