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Business-Forum

Aufklärungsarbeit bei Volvo

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Autoflotte-Rechtsexperte Dr. Michael Ludovisy erläutert den Fuhrparkleitern die aktuelle Rechtssprechung.
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Das Business-Forum ist ein neues Format von Volvo für Flottenkunden. Und zwar egal, ob diese bereits Volvo-Kunden sind oder (noch) nicht. Autoflotte war in Augsburg dabei.

Von Michael Blumenstein/Autoflotte

Bei Volvo läuft’s gerade. Die Modellpalette passt, das Antriebsportfolio ebenso. Das Design ist aber wohl einer der Hauptgründe, warum Kunden einen Volvo kaufen. Und gerade gewerbliche Kunden sind das relevante Klientel für die Schweden, denn rund drei Viertel aller Volvo-Zulassungen entfallen auf die "Flotten" im weiteren Sinne.

So ist es nicht verwunderlich, dass Volvos Leiter Vertrieb Großkunden, Axel Zurhausen, mit dem Business-Forum sowohl Bestandkunden informieren will, aber auch potenzielle Neukunden mit interessanten Volvo-Spezialitäten anfüttern möchte.

Dialog mit Kunden und Interessenten

Zurhausen und sein Team möchten mit dem Business-Forum vor allem in den Dialog mit Gewerbekunden treten. Themen sind unter anderem die Marken-Philosophie wie auch die Strategie und die Ausrichtung von Volvo bei Elektrifizierung, Leasing und weiteren Punkten, die für Firmenwagenfahrer relevant sind. Wo geht es hin, und vor allem wie geht es dort hin? Denn Zurhausen ist sich sicher, dass sich sowohl die Branche, als "auch Volvo wandelt. Vom Automobilhersteller zum Mobilitätsdienstleister". Und zwar ob die Schweden wollen, oder nicht. Und wer das Ohr an den Wünschen seiner Kunden hat, erreicht meistens mehr.

Gerade in der jüngeren Zeit der 90-jähigren Volvo-Geschichte kommen die Kernwerte wieder verstärkt hervor. "Es geht uns vor allem um Sicherheit und um den Menschen." Dort setzt Volvo laut Aussage des Flottenleiters schon immer Maßstäbe, und untermauert das mit der Einführung des Dreipunktgurtes im Jahr 1959 – damals bereits serienmäßig. Das Thema Sicherheit zieht sich wie ein roter Faden durch die Historie der Marke. Und jetzt – genauer seit Ende 2012 – schwenken die Schweden zusätzlich in Richtung Elektrifizierung.

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Diesel ist out, Tempo auch

Denn Diesel ist out, Strom ist in, wie Volvo-Chef Hakan Samuelsson bereits vor rund zweieinhalb Jahren verkündete. Der Stopp der Diesel-Neuentwicklung wurde anfangs belächelt und als guter PR- und Marketing-Coup angesehen, die Volvo "Kunden kosten würde", wie es immer wieder in Medien hieß. Es ist anders gekommen, Volvo verzeichnet ein Rekordjahr nach dem anderen – auch 2019 wieder.

Die Business-Limousine S60 ist nun ganz aktuell der erste Volvo der Neuzeit, der ohne Diesel auskommen muss. Zugegeben, der S60 ist nicht der Bestseller in der Kombi-Nation Deutschland, aber es ist ein weiteres Bekenntnis hin zum Strom. So werden bis Ende 2020 alle Volvo-Motoren (Benziner und Diesel) Extra-E-Power erhalten. Bereits rund ein halbes Jahr zuvor wird es den ersten rein elektrischen Volvo geben. Das Kompakt-SUV XC40 macht den Anfang, und zwar ziemlich zeitgleich mit dem ersten Modell der Volvo-Schwestermarke Polestar, die ausschließlich elektrische Fahrzeuge anbieten wird.

Auf dem Business-Forum erhitzten sich einige Gemüter nicht beim Thema Elektromobilität, wenngleich auch das differenziert betrachtet wurde. Die "freiwillige Selbstbeschränkung" auf Tempo 180 km/h war brisanter. Ab Sommer 2020 fahren Volvo nicht schneller als 180 km/h. Der Ansatz der Schweden ist klar und Axel Zurhausen führte ihn bei seiner Eingangsrede wie folgt aus: "Wir bei Volvo werden alle neuen Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung ausliefern, denn unsere Philosophie lautet, dass niemand mehr in einem oder durch einen Volvo ums Leben kommen soll".

Fahrtraining hilft bereits im Jetzt

Wann diese Vision Wirklichkeit wird, wird sich zeigen. Bis es soweit ist, schadet es in jedem Fall nicht, wenn auch der Mensch hinterm Steuer das Bestmögliche aus seinen fahrerischen Fähigkeiten rausholt. Um dieses zu verbessern, beinhaltet das Volvo Business-Forum neben den jeweils knapp 30-minütigen Theorieteilen zu den Themen Recht, Elektrifizierung, Sicherheit und Mobilität auch ein dreistündiges Fahrsicherheitstraining, das die gut 60 Fuhrparkleiter in kleinen Gruppen durchleben dürfen. 

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