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Erdgasautos auf der IAA

Die Messe gibt ein wenig Gas

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Audi bietet neben dem A4 Avant auch den A3 Sportback und den A5 in Erdgas getriebenen Varianten an.
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Des einen Leid, des anderen Freud? In der Diskussion um Abgaswerte und Einhaltung von CO2-Normen rückt ein altbekannter alternativer Antrieb auf der IAA wieder in den Fokus – zumindest ein bisschen.

Bislang zeigten deutsche Käufer wenig Interesse an Erdgasautos. In den ersten acht Monaten entschieden sich nur knapp 1.700 Kunden für ein Fahrzeug mit diesem alternativen Antrieb. Geht es nach dem Willen von Audi, ändert sich diese Zurückhaltung. In der Diskussion um Abgaswerte, Fahrverbote und CO2-Reduktion sollen Erdgasmodelle mit ihrer besseren Umweltbilanz überzeugen. Immerhin stoßen sie 18 Prozent weniger CO2 aus als Benziner, zudem emittieren sie 90 Prozent weniger Stickoxide als Dieselmotoren.

Reinhard Otten, Stratege in der Nachhaltigen Produktentwicklung bei Audi, will besonders die klassische Flotten- und Fuhrparkkundschaft mit dem A4 Avant (ab 40.300 Euro) und A5 g-tron (ab 34.285 Euro netto) ansprechen. Anders als der bereits im Portfolio befindliche A3 g-tron (81 kW / 110 PS) kommt bei den zwei Mittelklassemodellen ein stärkerer Motor zum Einsatz. Der 2,0-Liter-TFSI leistet 125 kW / 170 PS und stellt immerhin 270 Nm bereit. Der Standardspurt gelingt in 8,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei Tempo 221 erreicht. Der Normverbrauch liegt bei rund vier Kilogramm Gas auf 100 Kilometern.

Otten sieht neben der geringeren Emissionen die günstigen Verbrauchswerte als Pluspunkt für die erdgasbetriebenen Modelle. Da die Motoren auf den Betrieb mit Erdgas optimiert wurden, bleiben sie auch unter Volllast noch recht genügsam. Angst liegen zu bleiben, müssen Audi-Kunden also trotz des noch dünnen Tankstellennetzes nicht haben, denn die g-tron-Modelle haben zwei Tanks an Bord. Neben einem 25 Liter fassenden Benzinbehälter befinden sich im Unterboden zusätzlich Tanks für insgesamt 19 Kilogramm CNG (Compressed Natural Gas). Die Gesamtreichweite gibt Audi mit rund 900 Kilometern an – 500 Kilometer mit Erdgas, 400 Kilometer mit Benzin.

Opel baut Angebot aus

Auch Opel präsentiert auf der IAA ein neues CNG-Fahrzeug als Alternative zu herkömmlichen Motoren. Die Rüsselsheimer bringen zusätzlich zu Zafira Tourer und Combo nun den Astra (ab 19.327 Euro netto) sowohl als Limousine als auch den Kombi mit Erdgas auf den Markt. Der Kompakte wird von einem 1,4-Liter-Turbomotor mit 81 kW / 110 PS und 200 Nm Drehmoment angetrieben. Die Sprintzeit der ausschließlich mit manuellem Sechsgang-Getriebe erhältlichen Variante gibt Opel mit 10,9 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h. Der Ottomotor verträgt neben Benzin eben Erdgas und Biogas oder eine beliebige Mischung daraus. Bis zu 450 Kilometer Reichweite sind im reinen Gasbetrieb möglich. Der Benzintank fasst 14 Liter.

Bei VW und Seat kann man auf der IAA zudem Kleinwagen mit Erdgasantrieb anschauen. Schließlich sind Diesel in diesem Segment aufgrund der hohen Anforderung an Abgasvorschriften und der damit verbundenen hohen Kosten für viele Käufer unattraktiv. Vielfahrer können VW Polo oder Seat Ibiza als CNG-Version gegen Ende 2017 ordern. Als Antrieb dient der 1,0-Liter-Dreizylinder mit 66 kW / 90 PS. (sp-x)

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