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Fahrbericht Ford Transit Custom

Neue Assistenten für die Geschäftsleitung

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Ab März 2018 steht der aufgefrischte Ford Transit Custom in den Showrooms.
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Es ist gar nicht so leicht, kompetente Mitarbeiter zu finden. Handwerker kennen das Problem. Immerhin: Ford erleichtert jetzt seinen Transporterkunden, elektronische Helfer zu verpflichten.

Von Elfriede Munsch/sp-x

Fünf Jahre nach dem Debüt des Transit Custom hat Ford seinem Kastenwagen ein Facelift spendiert. Das Arbeitstier, das in der Ein-Tonnen-Klasse antritt, erhält unter anderem eine neue Front, eine Umgestaltung der Fahrerkabine sowie ein erweitertes Angebot an Assistenzsystemen. Die Preise beginnen bei 25.660 Euro netto in Kombination mit dem 2,0-Diesel mit 77 kW / 105 PS. Ab März 2018 stehen die aufgefrischten Modelle bei den Händlern.

Mehr als 2.000 Teile hat Ford ausgetauscht bzw. modifiziert. Auffälligste Änderung am Außendesign ist die Front. Sie erinnert an die Formensprache der Ford-Pkw. LED-Tagfahrleuchten und Xenon-Scheinwerfer sind gegen Aufpreis erhältlich. Bei den Äußerlichkeiten wurde aber nicht nur an den schönen Schein gedacht. Bernhard Schmitz, Leiter der Ford Nutzfahrzeuge, betont bei der Vorstellung auch praktische Details. So seien die Profile der Schiene für die seitliche Schiebetüre nur anders geformt. Dadurch lasse sich die Tür leichter öffnen und schließen.

Die Fahrerkabine hat ein neues Armaturenbrett mit zahlreichen Staufächern und Ablagemöglichkeiten erhalten. Dazu zählen drei offene Fächer auf der Oberseite für Klemmbretter oder Mobilgeräte. Die Materialauswahl wurde zudem verbessert. Strapazierfestere Polsterstoffe halten ebenfalls Einzug. Damit die Fahrer gesetzeskonform mit ihrem Smartphone während der Fahrt telefonieren können, offeriert Ford sein "Sync3"-Infotainmentsystem. Es ist in der Mittelkonsole mit einem 8-Zoll-großem Display platziert. Über den freistehenden Touchscreen lassen sich die meisten Fahrzeugfunktionen bedienen. Auch einfache Sprachbefehle sind möglich. So weist das System den Weg zum nächsten Café, wenn der Fahrer sagt: "Kaffee nötig".

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Sollte der Fahrer dann während der Fahrt beim Kaffeetrinken unaufmerksam sein, können Assistenten helfen, brenzlige Fahrsituation zu vermeiden. Die Kundschaft kann nun aus dem Vollen schöpfen. Das Angebot umfasst unter anderem Helfer für den Fahrspurwechsel, zur Erkennung von Müdigkeit, fürs Fernlicht oder für Seitenwindeinwirkungen. Das Notbremssystem "Pre-Collision" erkennt jetzt Fußgänger auch bei Nachtfahrten.

Ebenfalls verfügbar ist ein intelligenter Geschwindigkeitsbegrenzer, der die maximale Fahrgeschwindigkeit auf Basis der Werte begrenzt, die das Verkehrsschild-Erkennungssystem vorgibt. Das hilft unschöne und teure Bilder von Blitzeranlagen zu vermeiden. Bislang hält sich die kostenbewusste Kundschaft allerdings bei der Bestellung dieser Systeme zurück. Mit einer Ausnahme: Ist der Chef selbst mit einem Transporter unterwegs, steigt nicht nur die Komfortausstattung, sondern auch die Tendenz zu mehr Sicherheitssystemen.

Plug-in-Hybrid ab 2019

Für den Vortrieb steht ein Zweiliter-Diesel in drei Ausbaustufen (77 kW / 105 PS, 96 kW / 130 PS und 125 kW / 170 PS) zur Wahl. Als Alternative zum Sechsgang-Schalter kann eine Sechsgang-Automatik geordert werden. Im Sommer 2019 soll ein Plug-in-Hybrid folgen. Als Motor kommt hier der bekannte 1,0-Liter-Dreiyzlinder zum Einsatz. Eine elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern soll möglich sein.

Volumenmotor ist der 105 PS starke Selbstzünder, der im Drehzahlbereich zwischen 1.375 und 2.000 Umdrehungen sein maximales Drehmoment von 360 Nm abruft. Ansprüche an Fahrdynamik und Spritzigkeit stellen sich bei Nutzfahrzeugkunden ja eher weniger, es sei denn, der Chef fährt selbst. Bei ersten Testfahrten erwies sich der Motor im Stadtverkehr und auf ländlichen Straßen aber als recht flinker Geselle. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 6,2 Litern. Ab Mai 2018 bietet Ford diesen Motor auch als Sparmotor an. Die Geschwindigkeit ist hier auf 100 km/h begrenzt. Der Normwert beträgt 5,7 Liter.

Wie gehabt wird der Transit Custon als Kasten und Doppelkabine angeboten. Zur Wahl stehen zwei Längen (4,97 und 5,37 Meter), zwei Dachhöhen (2 und 2,34 Meter) sowie zwei Radstände (2,93 und 3,30 Meter). Die maximale Zuladung beträgt je nach Motor-Aufbauspezifikation zwischen 703 und 1.384 Kilogramm. Der Personentransporter Tourneo erhält ebenfalls eine Überarbeitung und steht im Frühjahr 2018 in der Verkaufsräumen der Händler.

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