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Fahrbericht Mazda 2

Schön und eigen

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Das Facelift erhält neben optischen Retuschen auch ein paar Must-Haves der eben gestarteten 2020er-Jahre.
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Mazda spendiert seinem kleinsten Modell ein Facelift, das mit neuen Features wie Matrix-Licht und City-Notbremsassistent aufwartet. Eine gewisse Eigenwilligkeit verkörpert auch der Mazda 2, speziell beim Mild-Hybridsystem.

Ende Januar feierte Mazda sein 100-jähriges Firmenjubiläum. Es mag Zufall oder asiatische Bescheidenheit sein, aber als kleine Kerze auf dem Kuchen platzierten die Japaner just in diesen Tagen das Facelift ihres Kleinsten - des Mazdas mit der "2" am Ende. Die dritte Generation des Kleinwagens tourt bereits seit fünf Jahren und erhielt nun neben optischen Retuschen auch ein paar Must-Haves der eben gestarteten 2020er-Jahre. Und das heißt, bullig wie ein SUV, aber sparsam wie ein Hybrid, besser noch ein E-Modell. Das Wuchtige erhielt der Kleine anhand des großflächigen Wabengrills und einer kantigeren Linie samt geschärfter Leuchten in der Front sowie im Heck. Details, die sich in Summe ergänzen, aber natürlich den Mazda 2 nicht komplett neu definieren.

So auch beim Motor. Die bisher stärkste Stufe des 1,5-Liter-Vierzylinders wurde kaum nachgefragt und folgerichtig gestrichen, dafür werden beide verbleibenden Ottomotoren mit 75 PS beziehungsweise 90 PS sparsamer. Zumindest nach NEFZ-Lesart. Mit dem serienmäßigen Handschalter liegen beiden Motoren bei 4,1 Litern und 94 Gramm Kohlendioxid. Bisher waren es 4,9 Liter und 111 Gramm. Eine Kombination aus neuen Reifen, die wiederum durch wuchtigere Felgendesigns präsenter wirken, und einem Mildhybrid-System, das beim Anfahren für einen extrem leisen Motor und entscheidende Zehntelliter Verbrauchseinsparung sorgen.

Nun gilt Mazda nicht umsonst als eigenwilliger, nun mittlerweile Hundertjähriger (Stichwort: Wankelmotor). So hat man anders als beispielsweise beim Mazda 3 eine 22,5-Volt-Lösung entwickelt, deren Energie ein Kondensator (keine Lithium-Ionen-Batterie) speichert und an den Starter-Generator abgibt. Eine kompakte und kostengünstige Variante für das preissensible B-Segment.

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Umso bemerkenswerter sind neue Features wie das Matrix-Licht (mit 20 Elementen pro Scheinwerfer, die gerade bei Kurvenfahrten höchst variabel agieren; LED-Scheinwerfer sind Serie) und die Lenkradheizung. Des Weiteren wacht nun auch der City-Notbremsassistent über das Geschehen in der Front bis zu einem Tempo von 80 Stundenkilometern - bislang waren es 30 km/h. Die ausgewiesene Höchstgeschwindigkeit meldet nun direkt auch das Head-up-Display - noch so eine Mazda-Besonderheit im Kleinwagenumfeld. Darunter fällt sicherlich auch die sechsstufige Wandlerautomatik, der der Importeur allerdings auch künftig einen Exotenstatus unter den Käufern zugesteht (der Mildhybrid ist hierfür auch nicht verfügbar).

90 PS-Variante ist Favorit

Beim Motorenmix sieht Mazda einen eindeutigen Favoriten, der sich auf der ersten Ausfahrt auch bewährt hat: die 90 PS-Variante. Extrem leise, mit hoher Elastizität versehen und recht nah am WLTP-Wert (5,8 Liter real bei 5,3 l nach WLTP). Gepaart mit der leichtläufigen Sechsganghandschaltung und der exakten Lenkung ergibt sich ein gutes Fahrverhalten, das je nach gewählten Ausstattungsniveau auch im Inneren für Zufriedenheit sorgen wird. Die neuen Sitze beispielsweise richten den Oberkörper etwas gerader auf, was den weiterhin spürbaren Dämpferbewegungen etwas ihre Wucht nimmt.

Tolles Detail: Der Innenspiegel kann sich nun wahlweise auch automatisch abblenden. Ihn braucht man fürs Einparken allerdings kaum, denn die vier Kameras der 360-Grad-Rundumsicht arbeiten extrem genau. Auf dem 7-Zoll-Display (ab Exklusive-Line) funktioniert auch das Navigieren per Apple Car oder Android Auto (ebenfalls ab Exklusive-Line dabei). Bleibt die Frage nach der goldenen Mitte, denn der Viermeter-Japaner ist auch ohne zu viele Helferlein an Bord ein treuer Begleiter. Mazda sieht deshalb im Kizoku-Sondermodell viel Potenzial, in dem 16-Zöller, Klimaautomatik, Rückfahrkamera oder 7-Zoll-Display zum knapp 16.000-Euro-Paket geschnürt werden.

Alternativ: Spendiert man sich zum 90-PS-Ottomotor die Exklusive-Line (ab 15.370 Euro), den Metalic-Lack (462 Euro) und das Touring-Paket (748 Euro), stehen 16.580 Euro im Konfigurator. Dafür ist das Facelift technisch nicht nur auf der Höhe der Zeit, sondern ihr auch etwas voraus, denn es ist jetzt schon Euro-6d-rein, was erst im kommenden Jahr Pflicht wird - auch ein kleines Geschenk für die Hundertjahrfeier. (rs)

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