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Kretschmann will Umwelt schonen

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Winfried Kretschmann (Grüne), der neue Ministerpräesident von Baden-Württemberg, lacht nach der Vereidigung seiner Minister aus seinem gepanzerten Dienstwagen.
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Der neue Ministerpräsident von Baden-Württemberg will sich eine deutlich spritsparendere Dienstkarosse als sein Vorgänger zulegen.

Winfried Kretschmann, der am Donnerstag zum neuen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt wurde, will ein deutlich umweltfreundlicheres Auto fahren als sein Vorgänger Stefan Mappus (CDU). Das hat "Spiegel Online" am Donnerstag berichtet. Der grüne Politiker versuche damit, seinen Kollegen der grünen und roten Koalition mit gutem Beispiel voranzugehen, hieß es. Kretschmann übernehme daher nicht die bereits bestellte Dienstkarosse seines Vorgängers Mappus (Verbrauch: rund 14 Liter auf hundert Kilometer), sondern wird nach Bericht des Onlinedienstes ab Juli einen Mercedes nutzen, der sich mit rund zehn Litern begnügt. Mappus letzter Dienstwagen sei eine S-Klasse mit 517 PS gewesen. Kretschmann sei übrigens weder Auto- noch Rad-Fan, sondern gehe am liebsten zu Fuß. Andere Politiker der neuen rot-grünen Regierung in Baden-Württemberg scheinen sich bereits von Kretschmann inspirieren zu lassen. So wolle der neue Verkehrsminister Winfried Hermann laut dem Medienbericht für Überlandfahrten einen genügsamen Mercedes und für kürzere Fahrten sogar einen Stromer der Marke mit dem Stern nutzen. Mittelfristig solle die gesamte Dienstwagen-Flotte der Landesregierung umgerüstet werden. Das haben SPD und Grüne sogar im Koalitionsvertrag festgehalten. "Wir werden bei der ökologischen Modernisierung der Fahrzeugflotte vorangehen", heißt es dort auf Seite 19, "mit elektrisch betriebenen beziehungsweise mit alternativen Antriebsarten". Und auf Seite 25 ist zu lesen: "Die Landesverwaltung muss Vorbildcharakter bei der Umsetzung nachhaltiger Mobilität haben." (sn)

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2 Kommentare

1 22.05.2011 B.Miller

Augenwischerei! Wäre der Kretschmann ein wahrer Volksvertreter dann würde er auf die Panzerlimousine verzichten und in einem Audi A4 fahren! Warum haben die Schweizer keine Panzerlimousinen?

2 17.05.2011 Hans Menzel

Wann wird endlich mal die Wahrheit gesagt zum Thema Elektro-Auto? Alle verstecken sich hinter eigenen wirtschaftlichen Vorteilen und Geschäftsaussichten. Bei der Ermittlung der Umweltbelastung redet derzeit keiner von der Belastung durch Produktion, Wartung und Entsorgung von Elektromotoren und Akkumulatoren. Unter Einbezugnahme dieser Komponenten (Gesamt-Energie-Kette) wird jedes konventionell angetriebene Fahrzeug zum Umweltfreund Nummer 1. Unsere Politiker reden nur den Lobbyisten nach dem Mund und wollen sich gut verkaufen. Dazu gehören die "Grünen" ganz besonders. Also doch nicht so grün?


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