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Markenausblick Citroën

Erneuerungsphase fast abgeschlossen

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2018 dürfte das Absatzvolumen von Citroen in Europa auf rund 850.000 Fahrzeuge steigen - weltweit werden es über 1,1 Millionen sein.
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Citroën findet wieder zu seinen Wurzeln zurück. Das Design hebt sich bewusst von dem anderer Hersteller ab. Im Interieur herrscht eine neue Art der Gemütlichkeit. Beides kommt bei den Käufern an. Der Absatz liegt auf Rekordniveau. Nun steht die Elektrifizierung auf dem Programm.

Von Michael Specht/SP-X

"Feel good – be different", fühl Dich gut und sei anders. Mit diesem Werbeslogan scheint Citroën sein neues Marken-Image recht gut getroffen zu haben. Die Modelle kommen gut an, ihr Design wurde umgekrempelt, das Interieur auf eine neue Art der Gemütlichkeit getrimmt und Komfort eben anders definiert als nur über eine weiche Federung.

Rechtzeitig zum 100-jährigen Firmenjubiläum in 2019 hat Citroën seine Erneuerungsphase weitgehend abgeschlossen und legt gute Zahlen vor: Für die ersten neun Monate 2018 meldete das Unternehmen beim europäischen Absatz einen Rekord von 591.100 Fahrzeugen (gleicher Zeitraum 2017: 561.400 Einheiten). Im Gesamtjahr dürfte dieses Volumen auf rund 850.000 steigen, weltweit werden es über 1,1 Millionen sein. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor.

Mit dem jüngst vorgestellten C5 Aircross schickt Citroën sein größtes und vorerst letztes SUV an den Start. Eine siebensitzige Version des im Mittelklasse-Segment positionierten Modells wird es nicht geben. Diese Transportaufgaben übernehmen Berlingo und Grand C4 Spacetourer. Der Berlingo wurde gerade erneuert, Grand C4 und auch der etwas kürzere normale C4 werden aller Voraussicht nach 2021 einen Nachfolger erhalten. Mit einem Portfolio ganz ohne Van kann sich Citroën zurzeit nicht anfreunden. Motto: Nicht alles muss durch SUV ersetzt werden.

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Möglich wäre allerdings ein trendiges Hochformat im A0-Segment, unterhalb des C3 Aircross. Hier hat Citroën den Kleinwagen C1 im Angebot, ein Kooperationsmodell im Verbund mit Toyota und Peugeot. Der C1 nähert sich langsam dem Ende seines Lebenszyklus, könnte zirka 2021 in neuer Generation auf den Markt kommen. Ob es nach gleichem Muster mit Toyota weitergeht, ist nicht abschließend geklärt. Ein Modell-Trio ließe sich ebenso mit Peugeot und der neuen Tochter Opel aufstellen. Aus Paris ist zu vernehmen, dass es sich beim nächsten C1 eher um ein City-CUV anstelle eines "normalen" Kleinwagens handeln könnte.

Bereits auf dem vergangenen Pariser Autosalon hatte Citroën angekündigt, noch Ende 2019 den C5 Aircross in einer Plug-in-Hybridversion zu bringen. Es wird im Hause das erste in dieser Art elektrifizierte Modell (Benziner-Basis) sein. Während jedoch der C5 Plug-in-Aircross in China Allradantrieb erhält, bleibt europäischen Kunden der zusätzliche Elektromotor an der Hinterachse vorenthalten. Grund: niedrigere Verbrauchswerte. Wer 4x4 benötigt, muss bei der Schwester DS anklopfen. Sie hat den auf gleicher Basis entwickelten Plug-in-Hybrid DS7 Crossback im Programm.

Im März wird Citroën auf dem Genfer Autosalon die Studie eines elektrisch angetriebenen Kompaktfahrzeugs vorstellen. Was jedoch nicht heißt, dass es sich um ein Auto handeln muss. Xavier Peugeot, Produktchef von Citroën, spricht nebulös von "New Mobility".

Neue Elektro-Generation ab 2020

Mit einer neuen Generation von vollelektrischen Fahrzeugen – sie basieren auf der CMP-Architektur (Compact Modular Platform) – geht es bei Citroën 2020 los. Das erste Modell wird sich größenmäßig in der Golf-Klasse bewegen. Debüt: vermutlich im Herbst 2019. Dass man in Sachen batterieelektrisches Fahren recht spät dran ist, verneint Xavier Peugeot. "Es mag zwar einige Hersteller geben, die früher mit Elektroautos in diesem Segment auf dem Markt sind, aber die wirklichen Absatzvolumina kommen erst noch, und dann sind wir voll dabei." Eine elektrische Variante wird es zudem erneut vom Berlingo geben. Handwerk, Lieferdienste und Gewerbe soll weiterhin die Einfahrt in eventuell für Diesel gesperrte Innenstädte ermöglicht werden.

Die Messe in Shanghai im April will Citroën als Bühne für ein Oberklasse-Modell (D-Segment) nutzen. Allerdings in Form einer erneuten Studie. Und es soll sich dabei – auch das predigt Citroën immer wieder – nicht um eine klassische Stufenhecklimousine handeln. Etwa 2021 könnte die Serienversion auf der Straße sein. Gut möglich, dass dafür der Name C6 wiederbelebt wird.

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