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Markenausblick Kia

Die Tochter macht sich grün

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Kürzlich stellte Kia auf dem Pariser Autosalon den Niro als sogenanntes BEV (Battery Electric Vehicle) vor.
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Kia beschleunigt die Elektrifizierung der Modellpalette. Sogar die Brennstoffzelle steht mittelfristig auf dem Plan.

Von Michael Specht/SP-X

48-Volt-Mild-Hybrid, Hybrid, Plug-in-Hybrid, batterieelektrisch, Brennstoffzelle. Die Aufzählung dieser alternativen Antriebe würden die meisten vermutlich mit dem japanischen Toyota-Konzern in Verbindung bringen. Weit gefehlt, der Preis für die am breitesten aufgestellte Öko-Modellpalette geht nach Korea. Es der Hyundai-Konzern, der derzeit das volle grüne Programm im Portfolio hat. Die Klaviatur der Elektrifizierung wird kräftig weitergespielt und bindet natürlich auch die Tochter Kia mit ein.

Kürzlich stellte Kia auf dem Pariser Autosalon den Niro als sogenanntes BEV (Battery Electric Vehicle) vor. Damit gibt es das kompakte Crossover-Modell weiterhin nicht mit konventionellem Verbrenner, sondern ausschließlich in elektrifizierten Varianten, als HEV (Hybrid Electric Vehicle), PHEV (Plug-in Hybrid Electric Vehicle) und als reines Elektroauto, einmalig in der Branche. Die Reichweite beziffert Kia mit bis zu 485 Kilometern bei einer Batteriekapazität von 64 kWh. Im Basismodell stecken 39,2 kWh, ausreichend für 312 Kilometer Fahrstrecke. Anfang 2019 soll der e-Niro in den Handel kommen.

Am Ende seines Lebenszyklus steht der Soul. Der eigenwillig gestylte Crossover bekommt nun eine "Final Edition". Der Soul war Kias erstes Auto, das es auch mit batterieelektrischem Antrieb gab. Im ersten Halbjahr lag der Stromer in Deutschland bei den E-Auto-Neuzulassungen immerhin auf Rang fünf. Mit genaueren Informationen zum Nachfolger, der wohl 2019 erscheinen soll, halten sich die Koreaner noch bedeckt. Doch verdichten sich die Vermutungen, dass der nächste Soul vom Verbrenner Abschied nimmt und ausschließlich mit Elektroantrieb angeboten werden soll.

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Die Vermutungen verdichten sich, dass der nächste Soul vom Verbrenner Abschied nimmt und ausschließlich mit Elektroantrieb angeboten wird.
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Für die 2018 eingeführte Baureihe Ceed (Golf-Segment) plant man eine Elektrifizierung zunächst auf 48-Volt-Basis, bei der ein sogenannter Riemen-Starter-Generator (RSG) zum Einsatz kommt und weitere Verbrauchsvorteile verspricht. Kia hat mit dieser Technik bereits den Sportage-Diesel im Programm. Während in dem SUV der Zweiliter-Selbstzünder für die Hybridisierung herangezogen wird, ist es im Ceed der 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel. Später will Kia auch den Benzinern die 48-Volt-Technik spendieren. Davon ausgenommen ist nicht einmal der kleine 1.0-Liter-Dreiyzlinder T-GDI. Damit erhält selbst der Rio die 48-Volt-Technik. Zeithorizont: bis Anfang 2020.

Für den Sportswagon (Ceed Kombi) und den zu erwartenden Crossover wird es einen Plug-in-Hybrid-Antrieb geben. Die elektrische Reichweite dürfte um die 60 Kilometer liegen. Ein Modell der Baureihe will Kia ab 2020 sogar komplett batterieelektrisch ausstatten. Auch hier wird es sich aufgrund des räumlich sinnvolleren Konzepts erneut um den Crossover handeln. Schließlich macht Hyundai es mit dem kleinen City-SUV Kona seit diesem Jahr vor.

Und noch etwas wird Kia von der Konzernmutter übernehmen, wäre auch töricht, wenn nicht: die Brennstoffzelle. Außer Toyota hat keine asiatische Marke mit der sauberen Wasserstofftechnologie mehr Erfahrung als Hyundai. Das zeigte bereits 2013 der iX35 Fuel Cell, das erste Serien-SUV mit Brennstoffzelle. Und das stellt jüngst der Nexo unter Beweis. Er ist der Technikspender für Kia. In welches Modell der besondere Elektroantrieb wandern soll, wird natürlich seitens der Europazentrale in Frankfurt nicht verraten. Auszugehen aber ist davon, dass Wasserstofftanks und Brennstoffzelle in eine Fahrzeuggattung mit größerer Bauhöhe gepackt werden. Und sinnvoll ist die Technik ohnehin nur in schwereren Autos. Folglich wäre es der nächste Sorento. Das Flaggschiff-SUV von Kia steht für 2020 ohnehin vor seiner Ablösung.

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