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Audi könnte Kunden "Bärendienst" erweisen

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Laut Prinzing sollte nun schnellstmöglich geklärt werden, ob es sich wirklich um eine Manipulation handle.
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Der BVF-Vorsitzender Prinzing pocht auf eine schnelle Aufklärung der Vorwürfe gegen Audi. Der Premiumhersteller ist seit gestern dem Vorwurf der Abgas-Manipulation beim A6 und A7 ausgesetzt.

Audi-Limousinen sind beliebte Dienstwagen - nun drohen im Abgas-Skandal Rückrufe. "Eine Manipulation, um eine vermeintliche Serviceverbesserung aus Kundensicht zu erreichen, wäre ein Bärendienst für gewerbliche wie für private Kunden", sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Fuhrparkmanagement, Marc-Oliver Prinzing, der Deutschen Presse-Agentur. Zwar sei es zu früh, eine Bewertung abzugeben. "Alleine der Verdacht im Zusammenhang mit einem Euro 6-Diesel wird aber für weitere Unruhe sorgen."

Bei Audi gibt es einen weiteren Verdacht auf Abgas-Tricksereien. Audi stoppte die Auslieferung der vor allem als Dienstwagen beliebten Modelle A6 und A7 mit 271-PS-Dieselmotor. Das Kraftfahrtbundesamt leitete eine Anhörung ein. Es geht um insgesamt 60.000 Fahrzeuge, bei denen es den Verdacht auf eine unzulässige Abschalteinrichtung gibt.

Mögliche Folgen für Leasing-Restwerte

Laut "Spiegel"wurden die Fahrzeuge zwar mit einem SCR-Katalysator zur Beseitung der Stickoxide ausgerüstet. Aber damit die Autofahrer den Harnstoff nicht selbst nachfüllen müssten, habe Audi die Einspritzung des Harnstoffs zur Reinigung gedrosselt, und das Auto habe zu viel Stockoxid in die Luft geblasen. Falls sich der Verdacht bestätigt, drohen verpflichtende Rückrufe.

Prinzing sagte, es sollte nun schnellstmöglich geklärt werden, ob es sich wirklich um eine Manipulation handle. Dass Fahrzeuge dieser Klasse mit einem sogenannten SCR-Katalysator sehr gute Emissionswerte erreichten, sei unbestritten. Im Falle einer Manipulation aber würden auch Diesel mit der neueren Abgasnorm Euro 6 in die Diskussion um Fahrverbote kommen. Dies könnte auch Folgen für die Restwert beim Leasing haben. "Das kann sich niemand ernsthaft wünschen."

Fuhrparkmanager sind wichtige Autoeinkäufer. Sie steuern den Einsatz von Flotten etwa bei großen Unternehmen. Der Dieselanteil bei den Neuzulassungen sinkt seit Monaten. Als Hauptgründe gelten drohende Diesel-Fahrverbote in Städten und der Abgas-Skandal. Der Anteil der Privatkäufer bei den Diesel-Neuzulassungen ist deutlich geringer als der gewerblicher Kunden. (dpa)

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