Porsche will die Entwicklung einer fünften Baureihe in Angriff nehmen. "Der Prozess läuft bereits", sagte ein Insider aus dem Umfeld des Sportwagenherstellers der "Stuttgarter Zeitung" jetzt. Offiziell bestätigen wollte Porsche die Informationen am Dienstag nicht. "Zu Spekulationen äußern wir uns nicht", sagte Entwicklungsvorstand Wolfgang Dürheimer auf dem Genfer Autosalon. Derzeit konzentriere sich der Autobauer mit voller Kraft auf den Serienstart des viertürigen Panamera, der im Herbst bei den Händlern stehen soll. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking warnte derweil vor den Folgen einer möglichen Opel-Pleite. "Die Vernetzung in der Autoindustrie ist groß. Wenn über Nacht ein großer Volumenhersteller wegfiele, würde das die Lieferanten treffen, und das könnte nicht jeder verdauen. In einem solchen Fall würde es auch auf der Lieferantenseite eine gewisse Bereinigung geben", sagte Wiedeking dem "Handelsblatt". Zu möglichen Staatshilfen für Opel hatte sich Wiedeking zuvor auf dem Autosalon in Genf aber zurückhaltend geäußert. Es gehe einerseits um Arbeitsplätze, anderseits aber auch um den Wettbewerb, hatte Wiedeking gesagt. Jede einseitige Unterstützung eines Unternehmens führe zu einer Beeinflussung des Wettbewerbs. Allerdings müsse die Vielfalt in der Autobranche erhalten bleiben, sagte Wiedeking. "Wenn es Ferrari als Marke nicht geben würde, dann müssten wir als Porsche es erfinden." Durch die Vielfalt würden neue Ideen in der Entwicklung vorangebracht. "Auf der anderen Seite muss sich jeder dem Wettbewerb stellen und auch im Wettbewerb bestehen können." (dpa)