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Arbeitsteilung

Die THG-Quote ist ein simpler administratorischer Akt, welchen die Dienstleister wie eCash+ übernehmen. Das Start-up will künftig auch die Bafa-Prämie vorfinanzieren.


Datum:
01.06.2022
Autor:
rs
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Der Charme der Digitalisierung liegt im nahezu hürdenlosen Zugang zu neuen Geschäftswelten. Das würde auch Felix Baber bestätigen. Baber kommt aus der Finanzecke (Creditplus Bank) und plant mit dem Start-up eCash+ einen Fuß in die Autowelt zu bekommen. Beide Sphären kennen sich zwar gut, da hochwertige Investitionsgüter wie Dienstwagen zwangsläufig Finanzierungsfragen aufwerfen. Aber dann trennen sich die Wege auch schon wieder, denn was den Banker freut, muss nicht zwingend den Dienstwagenfahrer jubeln lassen.

Es hilft, sich Rat zu holen, um seine Kunden (Fuhrparkmanager) kennenzulernen. Babers Ratgeber heißt Jörg-Peter Lauser. Er ist Flottenprofi, der mit zwei Begriffen für die SL Fuhrparkmanagement GmbH wirbt: Digitalisierung und Elektromobilität. Aus diesem Spektrum an Themen, die in jeden Fuhrpark drängen, hat sich Baber ein Buzzword herausgepickt, um das von der Innovationsberatung "finstreet" finanzierte und technologisch begleitete Start-up mit Leben zu füllen: die Umweltprämie.

Hier trifft die grüne Kaufentscheidung für die Flotte auf den Wunsch nach papierloser Administration. "Als Fuhrparkdienstleister, der sich auf kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert hat, sind wir an schlanken Prozessen interessiert, die das Managen der Flotten mit zehn bis 250 Einheiten vereinfacht. Dabei arbeiten wir übrigens ohne Kick-Backs. Das heißt allein die Gebühr unserer Kunden zahlt unser Geschäft. Deshalb schauen wir, wo es Förderungen gibt, wie die Umweltprämie", umreißt Lauser die Ausgangslage.

Fast alle Kunden greifen zu

Die Prämie wird beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beantragt, sobald das Fahrzeug bestellt ist. "Da die Beantragung zeitintensiv ist, haben wir mit eCash+ einen Dienstleister genau für diese Aufgabe ins Boot geholt. Unser Kunde zahlt ein geringes Zusatzentgelt und erhält diesen Service von uns mit." 90 Prozent der Kunden von SL Fuhrparkmanagement schlagen hier ein. Denn wer sich nebenberuflich um die Flotte kümmern muss, wie es bei den meisten Mittelständlern und Kleinfirmen der Fall ist, ist um jede Zeitersparnis zu geringen Kosten dankbar, betont Lauser.

Das Prozedere ist leicht verständlich, übersichtlich und fast unspektakulär. "Da die Elektrifizierung des Fuhrparks bei vielen unserer Kunden erst am Anfang steht, ist das Aufkommen im Moment noch überschaubar, aber das wird nicht lange so bleiben. Ein Kunde beispielsweise wird ab Jahresmitte ausschließlich E-Fahrzeuge neu bestellen", berichtet Lauser.

Im Moment profitieren E-Fahrzeug-Halter noch von einem zweiten Fördertopf, der mit dem sperrigen Begriff Treibhausgasminderungsquote gelabelt ist. Die THG-Quote ist ein reiner Verwaltungsakt, was sie zur Spielwiese von zahlreichen Neufirmen macht, die sich darüber bei Fuhrparkbetreibern ins Gespräch bringen möchten. So ergänzt Babers Tool mittlerweile das Management des Umweltbonus, mit dem der Anträge für die THG-Quote. Zwei simple, aber gewinnbringende Arbeitsakte, die der externe Dienstleister übernimmt. Da die nötigen Fahrzeug- und Unternehmensdaten einfach aus der Flottenverwaltungssoftware gezogen werden können, braucht es keine zusätzliche Schnittstelle für das Tool. Wie lang es beide Fördertöpfe noch geben wird, bleibt abzuwarten, deshalb stehen Baber und Lauser ständig im Dialog, um weitere Routinearbeiten digital abbilden zu können.

"Wir werden weitere Produkte anbieten, die über die beiden aktuellen hinausgehen", verspricht Baber und hat eines bereits im Blick: die Vorfinanzierung der Bafa-Prämie. Mit dem Refinanzierungspartner im Rücken kann eCash+ künftig in Vorleistung gehen - über eine Factoring-Finanzierung -, so dass die Firmen mit der beantragten Prämie bereits arbeiten können. Denn ausgezahlt wird sie erst mit der Zulassung des Stromers.

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