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Dataforce: Flottenmarkt schrumpft um ein Fünftel

© Foto: Ingo Wagner / picture alliance

Halbleiterkrise, Nachholeffekt, fehlender Arbeitstag – es gibt mehrere Gründe für den schwachen Neuzulassungszahlen im vergangenen Monat. So schnitten die einzelnen Kanäle ab.

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Der deutsche Automarkt ist im Juli deutlich ins Minus gerutscht. Nach dem kräftigen Zuwachs im Monat davor meldete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen Rückgang bei den Neuzulassungen um fast ein Viertel auf nur noch 236.393 Pkw. Wie Berechnungen von Dataforce zeigen, waren dabei die Eigenzulassungen der Autohersteller mit einem Minus von 36,8 Prozent am stärksten betroffen. Über diesen Kanal liefen im Juli 16.100 Einheiten. Auch der Privatmarkt verlor mit nur 82.432 Neuwagen mehr als ein Drittel seines Volumens aus dem Vorjahresmonat (minus 36,2 Prozent).

Der Relevante Flottenmarkt konnte sich dieser negativen Entwicklung ebenfalls nicht entziehen. Das Geschäft mit neuen Firmenwagen schnitt mit 67.956 Fahrzeugen und einem Minus von 19,7 Prozent immerhin etwas besser ab als der Gesamtmarkt. Autohandel (40.973 Einheiten) und -vermieter (28.941) blieben mit Rückgängen von 7,5 bzw. 7,3 Prozent relativ stabil. Das lag aber vor allem an den niedrigen Vergleichswerten aus 2020. Gegenüber dem Niveau vor der Corona-Krise waren die beiden Teilmärkte ähnlich schwach.

Laut Dataforce ist die Marktschwäche auf die Halbleiterknappheit zurückzuführen. Dadurch würden sich viele Auslieferungen bis Jahresende oder 2022 verzögern, und die Hersteller würden die Produktion zu höherpreisigen Modellen und auf margenträchtigere Kanäle umlenken. "Das dämpft die Auswirkungen auf den Relevanten Flottenmarkt und verstärkt den Einbruch bei den taktischen Zulassungen und Einstiegsmodellen für Privatkunden", so die Frankfurter Experten.

Gleichwohl verwiesen die Marktbeobachter beim Jahresvergleich darauf, dass sich das Autogeschäft im Juli 2020 nach der ersten Corona-Welle wieder normalisiert habe und ausgefallene Neuzulassungen nachgeholt worden seien. "Dementsprechend lag die Messlatte deutlich höher als noch im Juni." Hinzu komme ein fehlender Arbeitstag im Vergleich zu 2020, der etwa zwei Prozentpunkte an der Wachstumsrate ausmache.

Produktionsausfälle erreichen Transporter

Auch der Transportermarkt ist den Angaben zufolge zunehmend von Produktionsengpässen betroffen. So gaben die Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities (40.604) mit 22,9 Prozent fast so stark wie der Pkw-Markt nach. Auch hier war der Fahrzeugbau der Kanal mit dem größten Einbruch (minus 42,3 Prozent), gefolgt von den Privatkunden (mit 29,1 Prozent). Angesichts eines Rückgangs um 21 Prozent im Flottenmarkt hätten viele Unternehmen derzeit Schwierigkeiten, entsprechend der anziehenden Konjunktur ihren Fuhrpark aufzustocken, hieß es. (rp)

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