Laut Informationen der "Bild am Sonntag" (BamS) sind die Städte Mainz und Worms einer Empfehlung von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe gefolgt, und haben ein Durchfahrtsverbot für schwere Lkw über 7,5 Tonnen verhängt. Wie die Zeitung gestern berichtete, soll die Bundesstraße 9 zwischen den beiden Städten ab Ende Mai für Maut-Ausweichler gesperrt werden. Wer dennoch auf dem 30 Kilometer langen Abschnitt erwischt werde, müsse 20 Euro bezahlen und zudem wieder umkehren. "Die Länder und Kommunen sollten zügig und intensiv die Spielräume der Straßenverkehrsordnung ausschöpfen. Dazu gehören etwa Geschwindigkeitsbegrenzungen, Nachtfahrverbote und Umleitungen auf geeignete Strecken", zitiert die "BamS" Stolpe. Die Sperrung der B9 sei ein gelungenes Beispiel dafür. Dagegen hält die Speditionsbranche die Fahrverbote für nutzlos. Karlheinz Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr erklärte, Stolpe betreibe eine Symbolpolitik, um die Bürger zu beruhigen. Die Polizei könne solche Verbote nicht flächendeckend kontrollieren. Das Problem mit dem Ausweichverkehr werde überzogen dargestellt. "Die gefühlte Belastung ist selbst in Städten wie Oppenheim größer als die wirkliche", sagte Schmidt laut "BamS". (ng)
Erste Sperrung für Maut-Ausweichler
Zeitung: Zwischen Mainz und Worms wird die B9 für Brummis dicht gemacht