Herr der weißen Flotte

02.05.2018 06:00 Uhr

Wenn der neue Firmenwagen zum Mitarbeiter kommt, muss dieser auf die Besonderheiten des Mobils hingewiesen werden. In der Regel übernimmt dies der Zusteller, was aber vom Partner abhängt.

_ Fahrzeuglogistik - das heißt im Wesentlichen die Überführung des Dienstwagens zum Fahrer. Im großen Stil zu den Autohändlern oder zu den Vermietstationen übernehmen das Fahrzeuglogistiker wie Mosolf, BLG Logistics oder ARS Altmann, deren Transporter bundesweit auf den Autobahnen zu sehen sind. 15 Logistiker haben sich zu einer Gruppe unter dem Dach des Spediteursverbandes DSLV zusammengefunden und sind als Verein Automobillogistik (AML) politisch aktiv.

Dienstleister

Für Großflotten übernehmen diese Touren meist Dienstleister wie Kroschke/DAD oder PS Team, die sich auch um die Zulassungen der Fuhrparkneuzugänge kümmern. Im Fall des PS Team werden pro Jahr rund 560.000 Fahrzeuge bewegt. Diese Auslieferungen oder Abholungen koordinieren die Experten aus Walluf, führen sie aber nicht selbst durch. Rund jedes zehnte Fahrzeug geht dabei an einen Flottenbetreiber und nicht etwa an eine Vermietstation oder an einen Leasinggeber.

Das Gros, nämlich rund 410.000 Fahrzeuge, erreichen per Transporter den Anlieferort. Rund 150.000 Einheiten werden auf eigener Achse ausgeliefert. Wer seinen Dienstwagenfahrer gleich durch den Dienstleister in sein neues Mobil einweisen lassen möchte, kann dies optional tun. Der Umfang und der Preis werden dabei laut PS Team individuell mit dem Auftraggeber abgestimmt. Zu den Inhalten zählen die Grundfunktionen des Fahrzeuges, Navi, Radio oder die Unfallverhütungsvorschriften. Die Dokumentation sowohl des Fahrzeugzustandes als auch der durchgeführten Einweisungen erfolgt mit elektronischem Protokoll, welches vom Nutzer unterschrieben wird.

Der DAD Deutscher Auto Dienst aus Ahrensburg überführte 2017 rund 40.000 Fahrzeuge, davon war gut jedes vierte ein Firmenwagen. Der ganz überwiegende Teil wurde auf Eigenachse überführt - nur rund 1.100 Einheiten wurden per Transporter zugestellt. Bei der Überführung von Neufahrzeugen erfolgt immer eine Standardeinweisung, betonen die Norddeutschen. Hier wird dem neuen Besitzer unter anderem gezeigt, wo er was am und im Fahrzeug findet. Dies ist in der Überführung inkludiert. Eine detailliertere Einweisung wird vorab mit dem Auftraggeber abgestimmt und der jeweilige Überführungsfahrer wird entsprechend geschult. Das Ganze wird in Form eines qualifizierten Protokolls in elektronischer Form dokumentiert und kostet 20 Euro.

Nur auf eigener Achse

Vom Dekra Event & Logistic Services in Berlin werden pro Jahr rund 20.000 Fahrten im Kundenauftrag übernommen. Den Großteil davon, nämlich 80 Prozent, machen Flottenkunden aus. Gefahren wird dabei ausschließlich auf eigener Achse - der Speditionsanteil liegt bei maximal einem Prozent. Sofern das Neufahrzeug direkt an den Nutzer ausgeliefert wird, ist die Einweisung stets Teil des Paketes. Diese Leistung wird in der Preisstruktur nicht separat vergütet, sondern versteht sich als Serviceleistung und ist in den Preisen inklusive, heißt es aus Berlin.

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Autoflotte ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für den Flottenmarkt im deutschsprachigen Raum. Zielgruppe in diesem wachsenden Markt sind die Fuhrpark-Entscheider in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen mit mehr als zehn PKW/Kombi und/oder Transportern. Vorstände, Geschäftsführer, Führungskräfte und weitere Entscheider greifen auf Autoflotte zurück, um Kostensenkungspotenziale auszumachen, intelligente Problemlösungen kennen zu lernen und sich über technische und nichttechnische Innovationen zu informieren.