EurotaxSchwacke rät Herstellern von Hybridfahrzeugen, sich künftig auf die volumenstarke Mittelklasse zu konzentrieren. Der Markt für benzinelektrische Autos könne in Europa nur dann erfolgreich bearbeitet werden, wenn das Angebot "konsequent" auf Verkaufssegmente ausgerichtet wird, in denen der Spritverbrauch eines Fahrzeugs ein Kaufkriterium ist. "Wir gehen davon aus, dass ein niedrigerer Kraftstoffverbrauch für den Verbraucher durchaus ein Grund wäre, sich für ein Hybridmodell zu entscheiden", erklärte Frank Steinhoff, Geschäftsführer von EurotaxSchwacke. Das aktuelle Angebot an Hybridfahrzeugen fokussiere sich auf Nischenmodelle wie große Luxuslimousinen und Geländewagen, bei denen die Absatzzahlen begrenzt sind oder bereits sinken. Für deren typische Käufer spiele Kaufpreis, Kraftstoffkonsum und Emissionen eine eher untergeordnete Rolle als für Kunden in den meisten anderen Klassen. Auch sollten die Autobauer die Unterschiede der amerikanischen und europäischen Märkte stärker berücksichtigen, um ihre Verkaufschancen zu erhöhen. Dementsprechend hat der Marktbeobachter die untere und obere Mittelklasse als Schlüssel zum Erfolg ausgemacht. In diesen Segmenten könne der Hybridantrieb vor allem für die verbrauchs- und preissensiblen Fuhrpark- und Einzelhandelskäufer eine "verlockende Alternative zum Diesel bedeuten". (rp)
Hybridfahrzeuge: Bringt die Mittelklasse den Erfolg?
EurotaxSchwacke empfiehlt Konzentration auf verbrauchs- und preissensible Segmente