Alle reden von der Krise, ein Beruf aber hat Hochkonjunktur, wie es die Wirtschaftswoche schreibt: der Insolvenzverwalter. So erwartet die Wirtschaftsauskunft Creditreform, dass sich die Zahl der Firmen-Zusammenbrüche wegen Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit bis zum Jahresende auf 37.700 summieren wird. Den Gesamtschaden schätzen Experten auf mehr als 38 Mrd. Euro. Arbeit genug also für einen Berufsstand, der noch im Kommen ist. Vor zwei Jahren zählte die Bundesanwaltskammer erst 30 Fachanwälte für Insolvenzrecht, heute sind es fast 300. Die Riege der Insolvenzverwalter gilt als "geschlossene Gesellschaft". Bei großen Fällen fällt die Wahl der zuständigen Amtsgerichte nach einem Insolvenzantrag fast immer auf die selben Experten - Anwälte mit viel Erfahrung, die Hunderte Verfahren gleichzeitig betreuen. Alles in allem sind bundesweit etwa 1.200 Insolvenzverwalter im Geschäft, auch Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Insolvenzverwalter gilt in Deutschland als ein Beruf mit Zukunft. Schließlich rechnet Creditreform im nächsten Jahr wieder mit einem Rekord. 42.000 Firmenpleiten werden erwartet und die Zahl der Verbraucherinsolvenzen soll sich sogar auf 48.000 verdoppeln.
Insolvenzverwalter haben Hochkonjunktur
Ein Berufsstand, der im Kommen ist