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Klimaschutz: Umwelthilfe will temporäres Tempolimit

Die Deutsche Umwelthilfe fordert ein temporäres Tempolimit von 100 Kilometern auf Autobahnen. 
© Foto: Christophe Gateau/dpa/picture alliance

Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich für ein temporäres Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf Autobahnen für mindestens zwei Jahre ein. Damit lasse sich Benzin und Diesel einsparen und der CO2-Ausstoß verringern.


Datum:
13.07.2022
Autor:
dpa
Lesezeit: 
3 min
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Die Deutsche Umwelthilfe hat als Baustein für ein Klima-Sofortprogramm im Verkehr ein temporäres Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde gefordert. Dies sei in einem wirksamen Programm zwingend notwendig, das Tempolimit solle eine Laufzeit von mindestens zwei Jahren haben, sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch der Deutschen Presse-Agentur. "Dies wäre sogar mit dem Koalitionsvertrag vereinbar, der nur ein generelles Tempolimit ausschließt. Nach einem Jahr sollte dann untersucht werden, wie hoch die Zustimmung der Menschen für eine dauerhafte Weiterführung nach den zwei Jahren aussieht."

Vom ersten Tag an ließen sich mit einem Tempolimit bis zu zehn Millionen Liter Benzin und Diesel einsparen. Bezüglich Klimawirksamkeit seien dies 9,2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr weniger. Neben Tempo 100 auf Autobahnen solle außerorts Tempo 80 gelten und innerorts Tempo 30.

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) legt am diesem Mittwoch ein Klimaschutz-Sofortprogramm vor. Dieses ist vorgeschrieben, weil der Verkehrssektor im vergangenen Jahr die im Klimaschutzgesetz festgelegte CO2-Jahresemissionsmenge überschritten hat.

Resch sagte, es seien nun kurzfristig wirksame Maßnahmen notwendig. Neben einem Tempolimit forderte er nach dem Auslaufen des 9-Euro Tickets Ende August ein ebenso bundesweit gültiges 365-Euro-Klimaticket für Bahn, Bus und Tram. Als weitere Klimaschutz-Sofortmaßnahme müssten etwa Kurzstreckenflüge verboten werden, wenn die jeweiligen Städte per Bahn in weniger als fünf Stunden erreichbar seien.

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